Energy-Gele werden von ambitionierten Ausdauer- und Leistungssportlern genommen, um Leistungstiefs zu verhindern oder schnell wieder in den Griff zu bekommen. Die Energiespender enthalten vor allem Kohlenhydrate als wichtigste Energiequelle. Damit sie effektiv aufgenommen und auch andere Nährstoffe ersetzt werden, sind weitere Inhaltsstoffe nötig. Einige Bestandteile sind aber überflüssig oder können möglicherweise eher schaden.

Triathleten, Rennradler oder Langstreckenläufer wollen mit den Energy-Gelen Formtiefs vermeiden, die sie vor allem bei Wettkämpfen ausbremsen könnten. Freizeitsportler, die sich bewegen, um fit und gesund zu bleiben, können auf die Unterstützung durch Energy-Gele und Nahrungsergänzungsmittel normalerweise verzichten. Sie kommen mit einer ausgewogenen Ernährung nach den Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und ausreichender Flüssigkeitszufuhr gut zurecht. Auf einer anstrengenden Mountainbike-Tour kann so ein Gel aber auch sie wieder in Schwung bringen, wenn sich Ermüdungserscheinungen einstellen und der nächste Bergaufstieg bevorsteht. Es sei denn, sie machen eine gemütliche Pause vor der schweren Etappe. In dem Fall dürfte beispielsweise ein Marmeladenbrot, vielleicht durch etwas Quark ergänzt, ausreichen.

Schnelle Wirkung

Leistungsorientierte Wettkampfsportler setzen auf die schnelle Wirkung eines Energy-Gels. Im Vergleich zu Energieriegeln sind Gele in Tüten, Tuben oder Fläschchen besser zu handhaben. Man muss sie außerdem nicht kauen, und sie können vom Körper leichter aufgenommen werden. Allerdings kann der Körper auch die in Energy-Gelen enthaltene Energie effektiver nutzen und besser vertragen, wenn dazu Wasser getrunken wird. Die Inhaltsstoffe der verschiedenen Energiespender sind ähnlich. Sie setzen in erster Linie auf die Zufuhr von Kohlenhydraten als Energiequellen, auf die der Körper schnell zurückgreifen kann. Während langer und intensiver sportlicher Belastung werden große Mengen davon verbrannt, was zum Leistungsabfall führt, wenn sie nicht ersetzt werden.

Das sollte drin sein

Kohlenhydrate werden vor allem in den Muskeln und in der Leber gespeichert und in den direkten Energielieferanten Glykogen umgewandelt. In Energy-Gelen sollten sie aus verschiedenen Quellen stammen, etwa aus Glukose- und Fruktosequellen im Verhältnis 2:1. Damit wird sichergestellt, dass dem Körper sowohl Kohlenhydrate zugeführt werden, die sehr schnell, aber kurzfristig wirken als auch solche, die langsamer und länger Energie spenden. Abgesehen von Kohlenhydraten verbraucht der Körper auch Nährstoffe wie Mineralstoffe und Elektrolyte. Sie können ebenfalls durch Energy-Gele, aber auch durch Mineralwasser mit hohem Mineralstoffgehalt ersetzt werden. Natrium wird bei starker körperlicher Anstrengung mit dem Schweiß ausgeschieden und sollte durch natriumreiches Mineralwasser oder ein Energy-Gel wieder aufgenommen werden. Neben Wasser verbessern vor allem Kalium, Chrom und Protein die Verwertung der Kohlenhydrate. Vitamine sollten in ausreichender Menge mit der Nahrung aufgenommen werden, weil sie die Leistungsfähigkeit nicht schnell genug steigern können.

Muss nicht

Immer häufiger gehören auch Koffein und die Aminosäure Taurin zu den Bestandteilen von Energy-Gelen. Taurin soll die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit steigern und die Wirkung des Koffeins verstärken Wie sinnvoll die Zufuhr von außen sein kann, ist umstritten, weil der Körper die Aminosäure selbst herstellt. Auch die Verwendung von Koffein zur Leistungssteigerung ist umstritten. Es hat zwar bei den meisten Menschen eine leistungssteigernde Wirkung. Wenn Koffein vor oder während des Sports aufgenommen wird, könnte es aber zu Muskelstress führen und das Verletzungsrisiko steigern. Außerdem haben Wissenschaftler festgestellt, dass bei Sportlern in Aktion ein Fünftel weniger Blut durch das Herz strömte, wenn Sie eine Stunde vor dem Training Koffein zu sich genommen hatten. Die Menge Koffein entsprach etwa der von zwei Tassen Kaffee. Darauf sollte man also vor und während des Sports lieber verzichten. Ansonsten können Energy-Gele aber dafür sorgen, dass dem Körper wichtige Stoffe wieder zugeführt werden, die durch intensiven Sport verloren gehen.

von Marion Dinse

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