Wasserdichte Laufschuhe: Schon bei Regen nötig?

Wasserdichte Laufschuhe eignen sich optimal für Ihre Trainingsläufe im Herbst und im Winter (Bildquelle: salomon.com)

Trailschuhe sind meist wasserdicht

 

Wenn Sie auch bei schlechtem Wetter Laufsport betreiben möchten, also im Winter oder bei Regen und Schnee, aber keine Lust auf nasse Füße haben, können Sie entweder auf einem Laufband trainieren oder zu wasserabweisenden Laufschuhen greifen. Es gibt jedoch noch eine Steigerung: Vor allem beim Trailrunning kann es schon mal vorkommen, dass Sie eine tiefe Pfütze oder einen Bach überqueren muss. In solchen Fällen empfiehlt sich ein Paar wasserdichte Laufschuhe. Nicht jeder größere Sportartikelhersteller hat Laufschuhe mit hoher Wasserdichtigkeit im Portfolio. Es sind vor allem Trailrunning- und Bergsportspezialisten wie beispielsweise Salomon, die solche Modelle für ihre Kunden im Programm haben. Aber auch etablierte Laufsportmarken wie Asics, Brooks und Saucony statten ihre Laufschuhe teilweise mit einer wasserdichten Membran aus. Besonders beliebt bei den Kundinnen und Kunden ist die Terrex-Reihe von Adidas, die auch beim Wandern eine gute Figur macht.

 

Wasserdichte Laufschuhe sind meist mit einer Gore Tex-Membran ausgestattet (Bildquelle: salomon.com)

Gore Tex sorgt für trockene Füße

 

Trailrunning hat sich in den letzten Jahren von einem Trend zu einer ernst zu nehmenden Laufsport-Disziplin entwickelt. Dementsprechend haben die meisten Hersteller darauf reagiert und stellen den Läuferinnen und Läufern ein breites Angebot an speziellen Trailrunningschuhen zur Auswahl. Wer im Gelände, abseits von gut ausgebauten Wegen bei Regen, Wind und Schnee auf matschigem Untergrund läuft und auch Bäche oder große Pfützen bewältigen muss, der wird sich über Laufschuhe aus wasserdichtem Obermaterial freuen. Denn dann bleiben die Socken und die Füße trocken. Im Idealfall ist der Schuh nicht nur wasserdicht, sondern auch atmungsaktiv. Der US-amerikanische Hersteller Gore hat mit seiner bewährten Gore Tex-Membran wohl den bekanntesten Vertreter aus diesem Segment auf dem Markt. Bei Laufschuhen mit Gore Tex-Membran können Sie sich auf Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität verlassen. Wenn Sie also sicher sein möchten, dass im Inneren Ihres Schuhs ein angenehmes, trockenes Klima herrscht, sollten Sie zu Laufschuhen mit Gore Tex oder ähnlichen Membranen greifen. Dabei kann bei anstrengenden Läufen der Schweiß entweichen und dennoch kommt keine Nässe von außen an den Fuß. Die Hersteller machen es Ihnen beim Kauf von wasserdichten Schuhen leicht, das passende Modell zu finden, denn im Produktnamen findet sich meist das bekannte Kürzel GTX oder sogar das ausgeschriebene „Gore Tex“.

 

Was ist der Unterschied zwischen wasserabweisend oder wasserdicht?

 

Wenn Sie lediglich einen kurzen Trainingslauf auf Asphalt planen, müssen Sie nicht unbedingt einen wasserdichten Laufschuh tragen. Die meisten hochwertigeren Runningschuhe sind mit wasserabweisendem Material ausgestattet, das bei starkem Niederschlag zwar an seine Grenzen stößt, bei leichtem Regen jedoch ausreicht, um Ihre Füße trocken zu halten. Sprünge in tiefe Pfützen sollten dann allerdings vermieden werden. Genau, wie zum Beispiel bei Funktionsjacken, sollten Sie bei der Beschreibung des Materials darauf achten, ob es als wasserabweisend oder wasserdicht deklariert wird. Nur wasserdicht bedeutet, dass auch bei langanhaltendem Regen keine Nässe ins Innere eindringen kann. Wasserabweisende Materialien eignen sich lediglich für kurze Schauer und leichten Regen.

 

Die Terrex-Serie von Adidas zählt zu den beliebtesten wasserdichten Laufschuhen - zu den schönsten allerdings nicht (Bildquelle: adidas.de)

Was sind die Vor- und Nachteile von wasserdichten Laufschuhen?

 

Die Vorteile von wasserdichten Laufschuhen sind eigentlich klar: Eine Gore Tex-Membran im Futter des Schuhs schützt Ihre Füße vor Nässe und auch vor Wind und Kälte. Sie eignen sich also besonders gut für Ihre Trainingsläufe im Herbst und Winter. Dank der Atmungsaktivität der wasserdichten Membranen bleibt auch bei schweißtreibenden Einheiten ein trockenes Klima im Schuh erhalten. Da es sich bei wasserdichten Laufschuhen fast immer auch um Trailschuhe eignet, sollten Sie die Schuhe mit der profilierten Sohle vor allem auf weichem Untergrund in forderndem Gelände und nicht auf asphaltierten Strecken verwenden.

Ein Nachteil von wasserdichten Laufschuhen ist, dass sie durch das zusätzlich integrierte Material meist ein etwas höheres Gewicht haben. Das wasserdichte Obermaterial sorgt zudem dafür, dass die Schuhe im Vergleich zu Modellen ohne Membran nicht so beweglich sind und oft eine eher steife Passform haben. Während luftige Lightweight-Modelle mit Mesh-Obermaterial häufig auch als sommerlicher Sneaker durchgehen, haben wasserdichte Runningschuhe oft noch einen sehr technischen Look und ähneln eher den Hikingschuhen.

 

Die leichtesten wasserdichten Laufschuhe:

 

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Merrell Trail Glove 4 Shield
2 Merrell All Out Crush 2 GORE-TEX Gut(2,0)
3 Adidas Terrex Speed GTX

Autor: Kai