Stabilitätsschuhe Jede Läuferin und jeder Läufer rollt unterschiedlich ab - Stabilitätsschuhe sollen Fehlstellungen ausgleichen (Bildquelle: asics.com)

Was sollten Sie über Stabilitätsschuhe wissen?

Viele Läuferinnen und Läufer haben eine Fehlstellung. Damit ist gemeint, dass Sie beim Auftreten mit dem Fuß entweder nach innen oder nach außen kippen. Wenn Sie mit dem Fuß oder dem Knie beim Abrollen nach innen einknicken, spricht man von Überpronation. Wenn Sie mit ihren Füßen während der Abrollphase nach außen abknicken spricht man von Supination - Supinierer sind deutlich seltener als Überpronierer. Stabilitätsschuhe sind spezielle Laufschuhe mit einer Pronationsstütze, die der vermeintlichen Fehlstellung entgegenwirken soll und dadurch für die beim Laufen nötige Stabilität sorgt. Wenn Sie also beim Abrollvorgang nach innen einknicken, suchen Sie sich die passenden Laufschuhe in der Stabilitätskategorie aus. Auch schwere Läuferinnen und Läufer sollten weniger zu Barfußlaufschuhen und Lightweightschuhen, sondern eher zu Dämpfungsschuhen oder eben Stabilschuhen greifen. Wenn Sie beim Abrollen nicht abknicken und weniger Stabiltät beim Jogging benötigen, sehen Sie sich bei den Neutralschuhen um. Häufig sind Stabilitätsschuh mit einer ausgeprägten Dämpfung ausgestattet, sodass es sich bei den Stabilschuhen teilweise um Hybridmodelle aus Dämpfungsschuh und Stabilitätsschuh handelt.
 

Guide Rails Bei Stabilschuhen sind die für den Support notwendigen Stützelemente (Guide Rails) meist deutlich sichtbar (Bildquelle: brooksrunning.com)

Welche sind die wichtigsten Eigenschaften von Stabilitätsschuhen?

Stabilitätsschuhe haben zwei grundlegende Merkmale: Sie eignen sich durch ihre meist ausgeprägte Dämpfung optimal für Läufe auf hartem Untergrund und sie bieten zum anderen durch ihre Pronationsstütze optimale Bedingungen für Überpronierer, starke Überpronierer oder Supinierer. Stabilitätsschuhe wirken der Pronation in gesundem Maße entgegen, sodass die Trägerin oder der Träger ein neutrales Laufgefühl vermittelt bekommt und Verletzungen sowie Schmerzen entgegengewirkt werden. Stabilschuhe sind meist aus robustem Material und haben ein weniger minimales Design als Barfußlaufschuhe oder Lightweightschuhe. Sie bieten zudem Stütze und Halt - vor allem im Mittelfußbereich sowie an der Ferse. Durch ihre unterstützende Passform eignen sich Stabilitätsschuhe auch für Einsteiger und Gelegenheitsläufer, die noch nicht über einen gut ausgebauten Muskelapparat verfügen. Stabilitätsschuhe sorgen im Idealfall also für ein optimales Abrollverhalten und gewährleisten dadurch gute Kraftübertragung – sowohl in der Aufprall- als auch in der Abdruckphase. Durch die zusätzlichen Stützelemente haben Stabilitätsschuhe meist ein etwas höheres Gewicht als andere Typen. Doch auch hier sind die Hersteller mit innovativen Technologien dabei, das gewicht immer weiter zu senken. Wenn Sie sich über Ihr Abrollverhalten nicht im Klaren ist, sollte vor einem Kauf unbedingt eine Laufbandanalyse in einem Fachgeschäft machen lassen. Als führende Hersteller mit einer großen Auswahl an Stabilschuhen gelten Asics, Brooks, Saucony und New Balance. Besonderer Beliebtheit bei Läuferinnen und Läufern mit Überpronation erfeuen sich beispielsweise die Modelle Gel-Kayano von Asics und Ravenna von Brooks.
 

Die leichtesten Stabilitätsschuhe:

  1. Saucony Fastwitch 9
    193 g
    Saucony Fastwitch 9
    • Gut 2,1
  2. New Balance 1500T2
    200 g
    New Balance 1500T2
    • Gut 1,7
  3. New Balance 1500v6 BOA
    224 g
    • ohne Endnote


 

Aiscs Gel Kayano Trotz des Umdenkens zählt der Gel-Kayano von Asics immer noch zu den beliebtesten Laufschuhen (Bildquelle: asics.com)

Ein Umdenken beim Thema Stabiltätsschuhe findet statt

Seit einigen Jahren findet bei Laufsportexperten ein Umdenken beim Thema Stabilitätsschuhe statt. Spätestens seit dem Siegeszug der Barfußschuhe, die immer minimalistischer werden und nahezu ohne Stütze oder Dämpfung auskommen und meist eine sehr geringe oder gar keine Sprengung (Höhenunterschied zwischen Fersenbereich und Zehenbox) haben, wird teilweise in Frage gestellt, ob eine Pronationsstütze wirklich für jeden notwendig ist. Es immer mehr Studien wird deutlich, dass beim Kauf von Laufschuhen nicht mehr nur die Stellung Ihres Fußes, sondern auch die Kniebewegungen, Ihr Laufstil sowie Ihr Muskel- und Fitnesszustand eine Rolle spielen. Die Hauptsache ist, dass Sie sich in Ihrem Laufschuh wohlfühlen. Das kann in einem Stabilschuh, aber auch in einem Neutralschuh ohne Pronationsstütze oder sogar in einem Schuh aus dem Natural Running Bereich sein. Vor allem, wenn Sie das erste mal oder nach langer Zeit wieder vor dem Kauf eines Laufschuhs stehen, sollten Sie sich von einem Experten in einem Fachgeschäft beraten und eine Laufanalyse machen lassen. Häufig können Sie die Laufschuhe sogar ausgiebig testen, bevor Sie sich entscheiden.