Natural Running Laufschuhe: Natürliches Laufgefühl in minimalistischen Laufschuhen

Natural Running Schuh Natural-Running-Laufschuhe fallen durch ein minimalistisches Design auf. (Bildquelle: merrell.com)

Was ist Natural Running?

Natural Running ist im Prinzip ein Oberbegriff für eine möglichst ursprüngliche Art und Weise, den Laufsport auszuüben. Dabei kann es sich um die wortwörtliche Umsetzung des Barfußlaufens oder um das Laufen in minimalistischen Laufschuhen, sogenannten Barfußschuhen, handeln. Diese zeichnen sich vor allem durch eine dünne, sehr bewegliche Zwischensohle, geringe bis nicht vorhandene Sprengung und wenig Dämpfung aus.

Sie können in diesen Schuhen mit Ihren Füßen den Untergrund besser spüren und haben dadurch ein natürliches Laufgefühl. Flexibles, luftdurchlässiges Obermaterial, das sich sockenähnlich an den Fuß schmiegt, ist ein weiteres Merkmal von Laufschuhen aus dem Natural-Running-Bereich. Die sehr leichten Schuhe sollen kaum zu spüren sein und Ihnen das Gefühl geben, barfuß unterwegs zu sein.

Die leichtesten Natural-Rrunning-Laufschuhe:

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Reebok Floatride Run Fast Pro
2 Altra Kayenta
3 Vivobarefoot Primus Lite II Bio

Barfußlaufschuh Typisch für Barfußschuhe von Vibram sind die charakteristischen Zehenkammern. (Bildquelle: vibram-fivefingers.de)

Was sind die Vor- und Nachteile von Natural Running?

Durch Natural Running, also das Laufen in Barfußschuhen, können Sie Ihre Muskulatur trainieren, wie es schon unsere Vorfahren gemacht haben – ohne Schuhe. Durch den Verzicht auf Dämpfung oder lediglich sehr geringe Absorption in der Zwischensohle und einen nicht vorhandenen Höhenunterschied zwischen Ferse und Zehen (Zero Drop) trainieren Sie vor allem Ihre Wadenmuskulatur. Durch den Verzicht von schweren Stabilitätselementen und Dämpfung entwickelt Ihr Fuß bei regelmäßigem Training entsprechende Muskulatur, um beispielsweise kleine Unebenheiten auf der Strecke problemlos auszugleichen und einen stabilen Gang zu ermöglichen. Auf Dauer sollte Ihr Laufstil effizienter und leichtfüßiger werden.

Beim Training mit Barfußschuhen ist jedoch auch Vorsicht geboten, denn der Natural-Running-Laufstil ist nicht für jeden geeignet und es kann bei falscher Anwendung zu Verletzungen kommen. Sie sollten es daher gerade zu Beginn des Trainings mit Barfußschuhen nicht übertreiben. Vermeiden Sie zu lange Distanzen oder zu hohes Tempo am Anfang. Eine behutsame Steigerung der Trainingsintensität ist, wie eigentlich bei jedem Sport, ratsam. Das Lauftraining in Abwechslung mit etwas Crosstraining zu absolvieren, kann dabei hilfreich sein, eine entsprechende Muskulatur aufzubauen und schneller einen effizienten Laufstil zu etablieren.

Nike Free Die Sohle der Free-Modelle von Nike bietet besonders viel Flexibilität. (Bildquelle: nike.com)

Welche Schuhe sind die richtigen für Natural Running?

Nike ist einer der Vorreiter im Natural-Running-Bereich. Mit der Free-Serie brachte das US-Unternehmen die ersten Schuhe für Barfußläufer auf den Markt. Der Free RN 5.0 als Nachfolger des beliebten Free RN 2018 verspricht ein besonders authentisches Lauferlebnis. Natürlich ist hier auch Vibram zu nennen, die den Begriff Barfußschuh sehr wörtlich nehmen und ihre minimalistischen Schuhe, wie zum Beispiel den V-Run, mit einzelnen Zehenkammern versehen und somit einen kaum zu überbietenden Bodenkontakt gewährleisten. Auch Merrell ist mit seinen Laufschuhen ohne Sprengung ein beliebter Hersteller unter Natural-Running-Enthusiasten.

Für etwas schwerere Sportler, die eigentlich etwas mehr Dämpfung benötigen, haben einige Sportartikelunternehmen Hybridmodelle im Portfolio. Brooks und Salming bieten mit dem Hyperion oder dem enRoute2 einen optimalen Kompromiss aus natürlichem Laufgefühl und ausreichend Dämpfung für längere Strecken.

Autor: Kai