Laufsocken Beim regelmäßigen Jogging sollten sie nicht nur spezielle Laufschuhe, sondern auch atmungsaktive Laufsocken tragen (Bildquelle: cepsports.com)

Was sollten Sie vor dem Kauf von Laufsocken wissen?

Die einen halten sie schlicht für überflüssig, passionierte Läuferinnen und Läufer hingegen wollen nicht auf sie verzichten: Spezielle Laufsocken spalten die Läufergemeinde. Fakt ist, dass herkömmliche Baumwollsocken oft nicht passgenau am Fuß sitzen und sich daher durch Reibung zwischen Laufsocke und Laufschuh schnell Blasen bilden. Außerdem speichern normale Baumwollsocken zu viel Schweiß und werden daher schnell feucht – was wiederum ebenfalls zu Blasen und unangenehmen Druckstellen führen kann. Laufsocken wirken dem entgegen und bieten darüber hinaus durch Polsterungen auch noch Stützung und Stärkung Ihres Fußes. Wenn Sie regelmäßig joggen, sollten Sie daher spezielle Laufsocken kaufen und sie mit vernünftigen Laufschuhen kombinieren.

Laufsocken Polster Polsterungen im Fersenbereich und an den Zehen sorgen für hohen Tragekomfort durch Stoßabsorption (Bildquelle: cepsports.com)

Welche Laufsocken sind am besten für Sie geeignet?

Ein großer Vorteil und Hauptargument für den Kauf von Laufsocken ist wohl die Atmungsaktivität des Materials. Die Sportsocken werden mit Kunstfasern wie Polypropylen und sogenanntem CoolMax oder mit Merinowolle gemischt, die wenig Feuchtigkeit speichern und damit den Schweiß nach außen transportieren. Als Faustregel gilt: Der Baumwollanteil im Material der Laufsocken sollte unter 70 Prozent liegen. Einige Socken besitzen darüber hinaus am Fußrücken ein luftiges Meshgewebe, anzutreffen sind aber auch sogenannte Belüftungskanäle oder feuchtigkeitsregulierende Fasern im Schaft, die den Schweiß förmlich vom Fuß wegziehen sollen – kurzum: In puncto Atmungsaktivität sind Laufsocken ihren Kollegen für den Alltag deutlich überlegen und verbuchen damit einen großen Vorteil für sich. Der zweite Vorteil im Vergleich zu Alltagssocken, der für Laufsocken spricht, ist die enganliegende Passform. Verantwortlich dafür sind Materialien wie Elasthan, Lycra oder Spandex, die die Socken elastisch und besonders anpassungsfähig machen. Doch Vorsicht: Solche elastischen Materialien speichern leider viel Flüssigkeit, ihr Anteil sollte demnach nicht allzu hoch sein.
Drittens besitzen Laufsocken Verstärkungen an neuralgischen, besonders stark beanspruchten Bereichen, die zudem teilweise die ergonomische Passform verbessern. So sind Laufsocken etwa am Ballen, an der Ferse sowie im Zehenbereich meist mit Polsterungen versehen, die eine dämpfende Funktion übernehmen. Außerdem sind diese Stellen mit robusten Fasern verstärkt, um die Socken langlebiger zu machen. Eine hohe Elastizität im Mittelfußbereich wiederum hat hauptsächlich die Aufgabe zu verhindern, dass sich die Socken nicht drehen und somit keine Reibung zwischen Laufsocke und Laufschuh entsteht. Als wirkungsvoll gegen das Scheuern am Fuß haben sich auch glatte Teflonfasern sowie das Zweilagenprinzip erwiesen. Das bedeutet, eine zweite, sogenannte Untersocke führt dazu, dass sich die beiden Socken aneinander reiben, jedoch keine Raibung an der Haut stattfindet. Alternativ dazu sind daher einige Modelle in einzelnen Bereichen, etwa im Vorfußbereich, zweilagig gearbeitet und können sich daher ebenfalls nicht direkt am Fuß reiben. Vorsicht: Diese Socken tragen dicker auf - das soltlen Sie beachten, wenn Sie Ihre Laufschuhe kaufen. Vorteile für die Passform und damit Pluspunkte in Sachen Ergonomie bieten zudem Laufsocken, die es in gesonderten Modellen für den rechten Fuß und den linken Fuß gibt. Einige Hersteller führen außerdem spezielle Sportsocken für Damen im Programm. Und schließlich übernehmen einige Modelle bis zu einem gewissen Grad sogar die Aufgabe einer Sportbandage, denn ihre Verstärkungen sollen die Gelenke und Bänder stützen – Hightech-Materialien und ergonomisch-medizinische Aspekte greifen hier eng Hand in Hand. Diese Laufsocken sollten genau aus diesem Grund unbedingt über ein Fachgeschäft bezogen werden.

Kompressionssocken Kompressionssocken beugen Ermüdung vor und verbessern die Regeneration (Bildquelle: under-pressure-sox.de)

Vorteile von Kompressionssocken und Laufsocken im Vergleich

Vor allem bei fortgeschrittenen Läuferinnen und Läufern sind Kompressionssocken sehr beliebt. Kompressionssocken sind meist kniehohe Strümpfe, die ähnlich wie medizinische Kompressionsstrümpfe, einen leichten Druck auf den Wadenbereich ausüben und den Rückstrom des Blutes zum Herzen verbessern. Die Kompressionswirkung erfolgt bei solchen Socken entweder flächig oder partiell. Im ersten Fall soll sie die Regeneration beschleunigen, im letzten zu einer Leistungssteigerung führen. Das abschließende Urteil über die Effizienz von Kompressionssocken steht noch aus. Ein Nachteil von Kompressionssocken ist, dass der stärkere Druck auf die Waden von nicht wenigen Läuferinnen und Läufern als  etwas unangenehm empfunden wird. Über die Vorteile der Kompressionssocken bei der Regeneration hingegen herrscht fast Einigkeit unter den Laufsportenthusiasten. Die erhoffte Leistungssteigerung jedoch, unter Laborbedingungen theoretisch schon nachgewiesen, liegt im niedrigen Promillebereich und ist daher wohl nur für Leistungssportlerinnen und Profis merklich spürbar.

von Wolfgang Rapp

Fachredakteur im Ressort Haushalt, Haus und Garten – bei Testberichte.de seit 2008.

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