Hochwertige Fahrräder und innovative Technik zeichnen das österreichische Unternehmen Simplon aus. Dabei konnte sich der Hersteller in den vergangenen Jahren auch international behaupten, und das vor allem über den Mountainbike- und Straßensport. Die Zeitschrift „Triathlon“ hat sich das Topmodell Mr. T 660 genauer angesehen und einem Praxistest unterzogen. Lob verdient sich das Rennrad vor allem für seine Liebe zum Detail.

Kennzeichnend für den Vollkarbonrahmen des Mr. T 660 ist die sogenannte „Double Chamber Technology“. Bei der hauseigenen Technik setzt man im vorderen Rahmendreieck und in den Kettenstreben Zwischenstege ein, um Steifigkeit und Stabilität des schmalen Rohrsatzes zu erhöhen. Gleichzeitig führt die aeordynamische Geometrie des Rahmens zu einer gestreckten und überhöhten Sitzhaltung. Je nach Sattelgestell sind Sitzwinkel von 72 bis 80 Grad möglich. Wichtig ist das vor allem für professionelle Zeitfahrer und Triathleten, die dem strengen Reglement der UCI unterliegen. Die eingangs erwähnte Liebe zum Detail entdeckt man an verschiedenen Bauteilen: So setzt man bei Flaschenhalter und Klemmung der Sattelstütze auf Torx-Schrauben, die im Vergleich zu Imbus-Köpfen kaum ausleiern können. Bei den Zügen hat man sich zum Teil für edle Nokon-Hüllen entschieden. Gefallen hat den Testern außerdem die hochwertige Verarbeitung und die saubere Lackierung. Das Rennrad wird in zwei Ausstattungsvarianten angeboten, wobei man sich in diesem Test für das günstigere Paket mit Shimano-Ultegra-Komponenten, TRP-Bremsen, Simplon-Vorbau und NT-1-Sattel von Selle Italia entschieden hat.

Im Praxistest gefiel vor allem die Steifigkeit des Tretlagers, das sich selbst im Wiegetritt nicht nach links oder rechts bewegte. Das kurze Steuerrohr unterstreicht den stabilen Eindruck, den das Mr. T bei den Testfahrern hinterließ. Bei steileren Anfahrten profitiert man außerdem vom geringen Gesamtgewicht. Die Mavic-Räder strahlten ein hohes Maß an Laufruhe aus und konnten überdies mit guten Bremseigenschaften punkten. Die eigentlichen Bremsen funktionierten ebenfalls sehr ordentlich, allerdings hätte man sich einen etwas satteren Druckpunkt gewünscht. Beim Fahrverhalten lobt man den stabilen Geradeauslauf, wobei das Rad bei Geschwindigkeiten über 40 Kilometer besonders gut rollte. Selbst bei stark überhöhter Haltung ließ sich das Rennrad sicher steuern und wirkte kaum kopflastig. Auch der Einsatz der teuren Nokon-Hüllen zahlte sich aus, denn die eng verlegten Bremszüge lieferten eine fehlerfreie Vorstellung.

Simplon bedient sich nicht einfach bei etablierten Rahmenherstellern, sondern setzt beim Mr. T 660 auf ein eigenes Konzept. Das Ergebnis ist stabil, ausgewogen und überzeugt mit gutem Handling. Lob verdient sich das Rennrad außerdem für seine saubere Verarbeitung und die große Liebe zum Detail.

Das Testergebnis in kompakter Form finden Sie hier.

Autor: Jens