Mountainbikes: Principia vs Pronghorn

hardtails-2-im-testDie Redakteure der Zeitschrift ''bike sport news'' haben zwei besonders sportlich veranlagte Mountainbikes aus Dänemark in einem Vergleichstest gegeneinander antreten lassen: Das Principia MSL Integral C24T und das Pronghorn PHM-1 befanden sich im Zweikampf. Gewonnen hat ihn das Bike von Principia, das sich als das stärkere Fahrrad entpuppte. Das verlangt dafür seinem Fahrer einiges ab.

Das Principia MSL Integral C24T sorgte auf der Testfahrt für mächtigen Vortrieb. Es erwies sich als besonders steif, wodurch beinahe die gesamte Kraft des Fahrers in Schnelligkeit umgesetzt wird. Vor allem bergab war das Principia so kaum einzuholen. Die Geometrie dieses Hardtails ist ''neutral-ausgewogen'' und überzeugte die Testfahrer in besonderem Maße. Der Fahrer sitzt in sportlicher Haltung und kann besonders viel Druck auf die Pedale ausüben. Die Steifigkeit des Fahrrads bringt allerdings auch Nachteile mit sich. Auf unebenem Untergrund war der Fahrer stark gefordert. Komfort bot Principia hier überhaupt keinen, sondern zwang zu einer besonders aktiven Fahrweise, um die Stöße wenigstens teilweise abzufangen. Das Hardtail glänzt eben mehr auf schnellen als auf technisch anspruchsvollen Strecken. Die Laufräder, die Gabel und die Bremsen funktionierten insgesamt ausgezeichnet.

Das Pronghorn PHM-1 weist ein erfreulich geringes Gewicht auf: Es wiegt lediglich 9,68 Kilogramm und ist somit 240 Gramm leichter als der Kontrahent von Principia. Der Fahrer sitzt so, dass Druck auf dem Vorderrad aufgebaut wird und dieses nicht so schnell den Kontakt zum Boden verliert. An steilen Anstiegen hob es dennoch eher ab als das Vorderrad von Principia. Das liegt an der kompakten Geometrie des Bikes, die kürzer und winkliger gestaltet ist und die auf der anderen Seite für ein spielerisches Handling sorgt. Angenehm ist das vor allem bei kleinen Hindernissen, über die das Rad sehr leicht hinweg gehoben werden konnte. Der Lockout-Hebel für die Gabel wurde von den Herstellern offensichtlich verbessert, denn sie ließ sich nun komfortabel bedienen – ganz im Gegensatz zum Hebel der Vorgängermodelle. Besonders angenehm fuhr sich das PHM-1 auf technisch anspruchsvoller Strecke – besser als das Konkurrenzmodell. Allerdings traf auch dieses Fahrrad auf Grund der Ausstattung an seine Grenzen, wenn viele Wurzeln und steile Anstiege zu bewältigen waren. Die Grenzen werden von den schmalen Reifen, den ''furchtbar schwammigen'' Griffen und dem schmalen Lenker gesetzt, so der Testredakteur. Bemängelt muss außerdem die Vorderradbremse werden, die zu schwach agierte: Offensichtlich spielen Bremsklötze und Scheibenbremse nicht so gut zusammen. Dafür arbeitete die Schaltung ''erstklassig'', lautet die Bewertung.

Hier finden Sie alle beide Fahrräder in einer Übersicht, die den Test und die beiden Testfazits zusammenfasst.

Autor: Anne K.