Kinderrad-Hersteller: So bewerten sie die Käufer

Kinderfahrräder werden selten von Fachmagazinen getestet. Wollen Sie sich vor dem Kauf absichern, bleibt Ihnen oft nur der Blick in die Sternewertungen. Unsere Bestenliste bietet Ihnen eine Orientierungshilfe. Besonders hell funkelt's bei Kokua, Bike*Star, Delta, Dacapo, Puky und Prometheus.


Zollgröße: Altersangaben mit Vorsicht zu genießen

Die Größe von Kinderrädern wird in der Regel in Zoll angegeben. Dieser Wert bezieht sich auf den Durchmesser der Laufräder. Beim Online-Kauf wird’s knifflig: Viele Anbieter geben zwar Altersempfehlungen ab. Weil sich aber Statur und Körpermaße innerhalb einer Altersklasse unterscheiden, können diese Angaben nur einen groben Richtwert liefern. Die folgende Tabelle hilft Ihnen bei der Orientierung.
AlterKörpergröße*Empfohlene Zollgröße**
39512
410514
511018
612020
712520
813024
913524
1014026
1114526
1215526
1316026

*Quelle: RKI, angegeben ist das 50. Perzentil als gerundeter Wert, d.h. 50 % der Kinder befinden sich unter und 50% über dem Wert. **Unsere Empfehlungen basieren auf den Angaben verschiedener Online-Händler.

Los geht es am Markt bei 12 Zoll, häufig im Handel für Kinder ab drei Jahren empfohlen. Sie können davon ausgehen, dass Ihr Kind mit jedem Lebensjahr etwa 5-10 cm zulegt. Damit ist dann auch ein größeres Rad fällig. Größere Kinder und angehende Teenager sind mit 26-Zoll-Laufrädern gut unterwegs. Tipp: Richtig ist das Rad, wenn die Beine Ihres Kindes den Boden gut berühren können – am besten auf niedrigster Sattelhöhe, dann haben Sie noch etwas Spielraum für den nächsten Wachstumsschub.

Produktwahl: Worauf beim Kauf eines Kinderfahrrads achten?

Bei Kinderrädern mit 12-14 Zoll (manchmal auch „Spielräder“ genannt) sind ein tiefer Durchstieg, eine Rücktrittbremse plus einer leichtgängigen Felgenbremse (am besten mit Griffweiteneinstellung) sowie ein höhenverstellbarer Sattel und Lenker obligatorisch. Nur so ist eine individuelle, ergonomische Anpassung gewährleistet. Praktisch sind ferner ein geschlossener Kettenschutz, die Reifenbreite wiederum sollte bei 1,75 Zoll liegen. Eine Lichtanlage ist nicht vorgeschrieben (Kinderfahrräder gelten laut StVZO als „Spielzeug“) und genau wie eine Gangschaltung auch nicht unbedingt erforderlich. Experten raten dazu, auf Stützräder lieber zu verzichten, da sie sich eher negativ auf die Ausbildung des Gleichgewichtssinns auswirken und auch Stürze (Bordsteinkante!) provozieren.

16-18 Zoll Räder sind die meistgekauften Einstiegsräder. Das Kind sollte jedoch niemals erst in die Radgröße „hineinwachsen“ müssen. Die Ausstattung ist im Wesentlichen mit der kleinerer Zollgrößen identisch – mit Ausnahme der Gangschaltung. Einige Räder dieser Klasse besitzen eine 3-Gang-Nabenschaltung mit (am besten!) einem Drehgriffschalter. Die Wahl eines Kinderfahrrads mit Gangschaltung sollte jedoch von den motorischen Fähigkeiten und den Fahrkünsten des Kindes abhängig gemacht werden. Ungeübte Kinder könnten sich sonst schnell überfordert fühlen. In der 20-Zoll-Klasse hingegen sind einige Modelle sogar mit einer 6- oder 7-Gangschaltung ausgerüstet – ideal für Touren im hügeligen Gelände. Häufig rüsten die Hersteller die 20-Zöller auch mit einer Lichtanlage aus, damit sie den Anforderungen des Straßenverkehrs gerecht werden. Tipp: Ab dem 8. Lebensjahr dürfen Kinder auf die Straße. In diesem Fall ist eine verkehrssichere Ausstattung Pflicht.

Kinderfahrräder ab 24 Zoll richten sich an Kinder ab ungefähr dem 8. oder 9. Lebensjahr (Schrittlänge größer als 70 cm).

von Wolfgang Rapp

Fachredakteur im Ressort Haushalt, Haus und Garten – bei Testberichte.de seit 2008.

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