Fahrräder: Pflegeleicht, wartungsarm und komfortabel - Diese 6 Modelle machen keine Schwierigkeiten

Wer sein Fahrrad liebt, der wartet es auch häufig. Doch diese Faustregel mag auf Rad-Enthusiasten zutreffen, im Alltag ist sie meistens eher lästig. Die Zeitschrift „aktiv radfahren“ hat sich deshalb nach Fahrrädern umgesehen, die hinsichtlich Wartung und Pflege nicht aufwändig sind und sie einem Test unterzogen. Und dies mit vollem Erfolg: Neben drei sehr „guten“ Räder förderte der Test auch zwei als „überragend“ eingestufte Modelle zu Tage, das Flux A10-F in puncto Komfort sowie den Testsieger Simplon Kagu D. Außerdem wurde das Nöll MT2 Touring als Tipp für Käufer, die ein Reise-Rad suchen, ausgezeichnet.

Eine wartungsarme Nabenschaltung und Bremsanlage, Komfortfederung und eine bequeme Sitzposition sowie eine beständige Lackierung: Dies sind die Bausteine, aus denen Fahrräder bestehen sollten, wenn sie im Alltag oder auf Touren pflegeleicht sein müssen. Wer dabei den Akzent eher auf Komfort legt, fährt mit dem Flux A10-F wunderbar. Als einziges Rad im Test besitzt es Federgabel und -stütze, die in Kombination mit den dicken Ballonreifen vor allem eines bieten: Eine angenehme Fahrt. Geschlagen wurde es nur vom Testsieger Simplon Kagu D, dessen Ausstattung und Fahreigenschaften voll und ganz überzeugen konnten. Das Rad war außerdem das leichteste im Testumfeld und kann deswegen leicht treppauf transportiert werden - gut für alle, die nicht im Erdgeschoss oder Parterre wohnen.

Das in Deutschland gefertigte Nöll MT2 wiederum ist wie geschaffen für Tourenfahrer, wobei sich der aufgrund seines Gewichts bergauf benötigte höherer Kraftaufwand durch das gute Rollverhalten bergab in der Summe ausgleichen. Wegen des hohen Lenkers sitzt man sehr aufrecht, Verarbeitung sowie Bremsanlagen sind einfach nur top, und auf die Frontträger lässt sich genügend Gepäck für längere Touren verstauen.

Aber auch die drei anderen Kandidaten enttäuschten keineswegs und zeigten hervorragende Eigenschaften. Dazu zählt das bereits mit einem Designpreis ausgestattete Rahmen-Gabel-Konzept des Koga Miyate Vector. Das Rad ist nicht nur schön anzuschauen, sondern fährt sich auch ausgewogen. Der Rahmen des Patria Delta 28 wiederum wird von Hand gearbeitet und ist sehr stabil. Der tiefe Einstieg und die „gemütlichen“ Fahreigenschaften prädestinieren es zum Stadtrad. 18 Kilogramm lässiges Fahrgefühl schließlich bot den Testern das Velo de Ville 400 Premium, dessen auffälligstes Kennzeichen die ganz auf die dicken Ballonreifen zugeschnittene Konstruktion ist.

Zum Abschluss bietet der Test noch eine „Checkliste“ derjenigen Fahrradteile, die für einen problemlosen Alltagseinsatz verantwortlich sind. Dazu zählen neben den eingangs bereits erwähnten Features auch noch eine moderne LED-Lichtanlage (gute Leuchtkraft auch bei schlechten Straßen), breite Reifen (besseres Rollverhalten als dünne!) und Felgen (stabilisieren das Laufrad), lange Schutzbleche, Kettenschutzsysteme sowie Lenkungsdämpfer (verhindert das Umfallen des vollbeladenen Rades, falls das Vorderrad abknickt). So ausgerüstet, steht einer langen Nutzung des Rades ohne größeren Pflege- und Wartungsaufwand kaum mehr etwas im Wege.

Die vollständigen Testfazits finden sie im Überblick hier.

Autor: Wolfgang