Fahrräder: Innovationen 2009 - Katz zeigt keine Kette

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Den Innovationen des Jahres 2009 wendet sich die Zeitschrift ''Trekkingbike'' zu. Zwar gibt es auf dem Fahrradmarkt keine absoluten Umbrüche, aber innovative Systeme jede Menge. Das ''radikalste'' Konzept 2009 bietet das Rad Katz Reif. Es hat den kompletten Antriebsstrang in die Kettenstrebe verlegt. Dadurch ist das Fahrrad besonders wartungsarm.

Das Katz Reif fällt sofort mit der überdimensionalen Kettenstrebe auf, in der die Kette komplett verschwindet. Das Rad sei insgesamt nicht nur wartungsarm, sondern besonders alltagstauglich. Es lässt sich im Stand schalten, die Kette ''zickt'' niemals und läuft immer absolut gerade. Dazu kommt noch ein sehr stabiler Gepäckträger, der fest verschweißt ist. Das Reif reagierte auf der Testfahrt agil und kurvenfreudig. Es zeigte gleichzeitig einen stabilen Geradeauslauf durch den gut ausbalancierten Schwerpunkt. Ein Nachteil ist die vergleichsweise hohe Reibung durch den engen Kettenradius – diese bleibt jedoch stets konstant.

Ebenfalls sehr innovativ ist das Nicolai Argon TR. Es besitzt keine Kette, sondern einen Riemenantrieb. Dieser ist ein Kunststoff-Zahnriemen, in den Carbonfasern eingearbeitet sind. Dieser Antrieb sei eine ''ernstzunehmende Alternative'' zu öligen und verschleißenden Ketten, so der Testredakteur. Im Test erwies er sich als ''gefeit vor Durchrutschen, Über- oder Abspringen''. Nur eine ganz grobe Reinigung benötigt dieser Riemenantrieb. Das Fahrgefühl beschreibt der Testfahrer als ''durchweg positiv''. Der Antrieb fällt mit ihm weicher aus, er ist dafür immer leichtgängig und geräuschlos. Die Tester konnten keine erhöhte Reibung feststellen.

Einen neu konstruierten Carbon-Rahmen weist das Koga Miyata Terra Liner Carbolite auf. Das Konzept des Rads setzt vor allem auf Gewichtsoptimierung. Der Terraliner erwies sich als sehr stabil und steif und ermöglicht ''ungestüme Beschleunigung''. Auch die Laufräder sind sehr leicht und fuhren wendig um die Kurven. Tretlager und Hinterbau sind erfreulich steif und die Bremsen kräftig und präzise. Man sitzt locker auf dem Fahrrad und hat einen guten Überblick über die Umgebung.

Mit ''Rekordgewicht'' kommt das Stevens Xenith daher: Nicht einmal zehn Kilogramm bringt es auf die Waage. Es rollte leicht und sicher und sein Beschleunigungsvermögen war ''berauschend''. Die Reifen sind griffig und der Lenkkopf ausreichend steif. Außerdem ist der Rahmen mit viel Liebe zum Detail gestaltet.

Autor: Anne K.