Fahrräder: 7 Titanrenner auf dem Prüftstand - Höhere Qualität, höherer Preis

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Liest man den Bericht der ''RoadBike'' über den Test von 7 Titanrädern, bemerkt man einen Hauch Ehrfurcht, der die Tester ergriffen hat. Kein Wunder, sind diese Räder doch der Traum aller Biker. Leider sind sie aber extrem teuer und für die meisten unerschwinglich. Doch es gibt auch günstiger Modelle, die statt mit 4000 mit nur 1000 Euro zu Buche schlagen. Aber macht sich der Preis bei der Qualität bemerkbar? Ja, so das Ergebnis, wer Perfektion will, muss tiefer in die Tasche greifen.

Die sieben Räder wurden sowohl im Labor als auch in der Praxis getestet, um eine möglichst umfassende Einschätzung abgeben zu können. Im Labor wurden die Verarbeitung und die Steifigkeit untersucht, der Praxistest zeigte das Fahrgefühl.

Die getesteten Rahmen unterschieden sich im Preis enorm, die Preisspanne reichte von gut 1000 bis zu knapp 3800 Euro. Aber wieso sind die Rahmen eigentlich so teuer? Ein Großteil der Kosten entsteht durch die Fertigung der Rahmen. Da Titan sehr aufwändig und schwierig zu verarbeiten ist, dauert die Herstellung sehr lange. Einige Hersteller lassen, um die Herstellungskosten möglichst niedrig zu halten, die Rahmen in Russland oder China produzieren. Meist entscheidet der Produktionsort entscheidet über die Qualität, insofern bedeutet auch ein teureres ein besseres Modell. So schnitten die teuren Modelle Seven und Moots Compact bei der Prüfung Material einfach besser ab. Der klare Testsieger, das Seven Cycles Axiom SG, das teuerste Modell im Test, beeindruckte die Tester mit exzellenten Schweißnähten und das extrem geringe Gewicht. Das in den USA produzierte Rad wird individuell auf den Nutzer angepasst, wodurch die Fertigungskosten enorm hoch sind. Die Testfahrer lobten die Laufruhe und den Vortrieb, der besser war, als das Rad erwarten ließ. Das preiswerteste Rad im Test, das Van Nicholas Chinook, wird in China hergestellt, was den Testern beim Prüfen der Verarbeitung nicht verborgen blieb. Die Schweißnähte waren dick und ungleichmäßig. Kein Vergleich zu denen des Testsiegers.

Muss man also für ein Titan-Rad zwangsläufig horrende Summen zahlen? Nein, denn ein Lichtblick im Test war das in Russland gefertigte Kocmo Road Master LTD, dessen Verarbeitung die Tester überraschte. Die Schweißnähte waren sauber und filigran. Auch im Testlabor zeigte das Kocmo eine gute Leistung und glänzte zum Beispiel mit dem steifsten Tretlager im Test.

Weitere interessante Informationen lesen Sie im kompletten Testbericht der ''RoadBike''.

Autor: Judith-H.