Focus Bikes Cayo Evo 3.0 - SRAM Force (Modell 2013)Die optimale Laufradgröße beim Fahrrad gleicht gerade Freizeitbikern einem Mysterium. Reicht eines der marktbeherrschenden 26 Zoll-Modelle? Selbst wenn man etwas größer ist? Oder sind 28-Zöller doch die bessere Wahl? Welche Vor- und Nachteile haben Letztere im Einzelnen? Testberichte.de gibt einen Überblick.

Ob ein Bike zu groß, zu klein oder passgenau ist, hängt in erster Linie von einigen Rahmendetails ab, etwa von dessen Höhe, dem Abstand zwischen Sitzposition und Lenker (Oberrohrlänge) oder den Dimensionen bzw. der Länge des Sitzrohrs. Die Größe der Laufräder wiederum ist weniger entscheidend, allerdings bedeutet das nicht, dass man sie vernachlässigen sollte. Denn egal ob Rollwiderstand, Gewicht, Stabilität, Wendigkeit, Handling, Verfügbarkeit von Ersatzteilen oder der generelle Fahrspaß – fast jeder Aspekt eines Bikes wird davon beeinflusst, ob es sich um einen 26- oder einen 28-Zöller handelt. Teilweise sind die Differenzen dabei groß, in anderen Fällen eher marginal: Einen Einfluss hat die Laufradgröße jedoch immer.

Rollwiderstand und Gewicht

Zum Beispiel sinkt der Abrollwiderstand eines Reifens mit steigendem Durchmesser. Wer ein 28 Zoll-Bike wählt, spart also Kraft. Wirklich wahrnehmbar ist der Unterschied zu einem 26 Zoll-Rad allerdings kaum – zumindest nicht auf einer Freizeittour. Sinn ergeben große Laufräder in diesem Kontext vielmehr nur, wenn ausschließlich der Speed im Vordergrund steht, etwa auf einem Rennrad oder einer Zeitfahrmaschine. Ansonsten sind 28 Zoll-Laufräder in aller Regel schwerer als 26 Zoll-Modelle, grob ergibt sich je nach Reifenquerschnitt und Profil ein Mehrgewicht von 250 bis 350 Gramm. Negativ auswirken kann sich das auf das Ansprechverhalten der Federung und damit auf den Fahrkomfort, zudem erschwert das höhere Gewicht zwangsläufig den Antritt. Wer ein möglichst leichtes Bike sucht, ist in der 26 Zoll-Klasse deshalb besser aufgehoben.

Weitere Details

Unabhängig davon gelten 28 Zoll-Lauräder aufgrund des größeren Durchmessers als weniger steif und fest und damit als anfälliger für Schäden, etwa für Speichenbrüche. Gerade auf mehrtägigen/-wöchigen Touren und Reisen kann das ein echter Stimmungskiller sein. Ebenfalls wichtig in diesem Kontext: Die Verfügbarkeit von Laufrädern, Felgen, Schläuchen und Reifen im 28 Zoll-Segment hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, 26 Zoll schneidet hier jedoch weiterhin besser ab, sowohl in Deutschland als auch im europäischen Ausland. Abschließend sind 28-Zöller nach Ansicht zahlreicher Experten weniger präzise, wendig und spritzig, was sich vor allem auf kurvenreichen Trails im Wald oder Gebirge negativ bemerkbar macht. Auch aus dieser Perspektive haben 26 Zöller im MTB-Bereich demnach klare Vorteile.

von Stefan Doll

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