24-Zoll-KinderfahrraederKinder, so scheint es zumindest, wachsen heute schneller auf ein 24-Zoll-Rad als in der Vergangenheit, und weil es den Schulweg erheblich schrumpfen lässt, wird ein solches Jugendfahrrad von den Eltern gern STVZO-konform, das heißt mit Lichtanlage, Nabendynamo und Klingel gekauft. Ein 24-Zoll-Fahrrad ist eine den eigentlichen Kinderfahrrädern (mit 12 bis 20 Zoll Rahmengröße) nachfolgende Kategorie und unterfällt bereits den Jugendfahrrädern, die man ab etwa acht bis zehn Jahren kauft – einem Alter, in dem das Kind auf der Straße fahren darf (ab 8 Jahre) oder sogar muss (ab 10 Jahre).

Wann vom 20-Zoll-Fahrrad zum 24-er Jugendfahrrad wechseln?

Das Alter des Kindes ist allerdings keine strikte Zwangsläufigkeit, vom 18- oder 20-Zoll-Fahrrad auf ein 24-er-Modell zu wechseln. Die bessere Richtgröße sind vielmehr die Schrittlänge (ab etwa 69 Zentimeter) sowie die Fahrkünste des Kindes. Das führt bei kleiner gewachsenen Radlern zu einem Dilemma: Soll etwa ein zierlicher Neunjähriger mit seinem ersten „richtigen“ Fahrrad den Schulweg meistern, sollte man eher zu einem kleineren Kinderrad der 20-Zoll-Klasse greifen, das der Nachwuchs besser beherrscht und das nicht schon bei kleineren Treppen zum unüberwindbaren Hindernis wird. Doch aus Gewichtsgründen sind viele 20-er nicht mit allen Komponenten ausgestattet, die es straßenverkehrstauglich machen. Dazu gehören eine Lichtanlage mit Standlicht und Nabendynamo – nicht ausreichend sind Lampen mit Batterie- oder Akkubetrieb -, Klingel, Bremse sowie Reflektoren in den Pedalen und je zwei in den Rädern. Auch auf Anbauteile wie Gepäckträger oder Schutzbleche wird häufig verzichtet, manche sind aus dünnwandigen Rohren zusammengeschweißt.

Leichtbauvarianten für mehr Fahrspaß

Umgekehrt übersteigt ein komplett ausgestattetes Kinderfahrrad im 24-Zoll-Bereich schnell eine Gewichtsgrenze von 13 Kilogramm – vergleichsweise schwer für einen zart gebauten Grundschüler. Die gute Nachricht: Es gibt Leichtbauvarianten, wenngleich ihnen oft Gepäckträger oder Schutzbleche fehlen. Eine grundsätzliche Wahl sind Modellvarianten mit sportlicher Note, die mit 12 bis 13 Kilogramm etwas leichter sind als ein Alltagsrad. Allerdings sind diese Mountainbikes der 24-er Klasse nichts für den Schulweg, da sie in der Regel nicht STVZO-konform ausgestattet sind. Dafür locken sie mit geringem Gewicht: Das Kaniabikes Twentyfour Classic etwa bringt gerade mal 8,3 Kilogramm auf die Waage, das Islabike Beinn 24 ist mit 8,8 Kilogramm nur geringfügig schwerer – und das LIKEtoBIKE 24 von kokua begnügt sich sogar mit 11,4 Kilogramm. Auch wenn die Wahl auf ein Alltagsrad fällt: Experten raten zum Verzicht auf Kettenschaltungen mit bis zu 24 Gängen wie bei den Mountainbikes, da sie die Kids im Allgemeinen noch überfordern.

von Sonja Leibinger

Fachredakteurin im Ressort Haushalt, Haus und Garten – bei Testberichte.de seit 2012.

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