HolzspielzeugObwohl es als natürlich gilt, dürfte ein Teil des Holzspielzeugs auf dem hiesigen Markt gar nicht angeboten werden. Ein Labortest müsste jeweils genau klären, ob die Holzente, das Holzpuzzle oder Fahrzeuge aus Holz Schadstoffgrenzwerte bei Lacken oder Kordeln, die daran baumeln, gerade noch einhalten oder maßlos überschreiten. Im Testjahr 2013 hat die test-Stiftung ein solches Ergebnis vorgestellt. Mehr als die Hälfte der 30 untersuchten Holzspielzeuge kassierte ein ausreichend oder mangelhaft. Gründe hierfür lieferten krebserregende Stoffe oder abreißbare Kleinteile, die Kinder beim Spielen verschlucken und daran ersticken können.

Holz ist Kunststoff nicht ohne Weiteres überlegen

Das Image vom Holzspielzeug als die harmlosere Alternative zum Kunststoff ist damit gekippt, wie es scheint. Zwar geht keine direkte Gefahr von Spielzeugen aus, die typische Schadstoffe wie Phthalat-Weichmacher ausdünsten und nitrosierbare Stoffe enthalten, die durch Lutschen am geliebten Puzzle vom Körper aufgenommen werden können. Doch die Warentester warnen vor langfristigen Wirkungen mit üblen Folgen für die Gesundheit. Zudem sei einem Spielzeug nicht anzusehen, ob es giftige Substanzen enthält. Auch riechen kann man sie nicht immer. Die Fülle der möglichen Schadstoffe macht Angst, da muss man sich nichts vormachen. Denn gerade beim Rohstoff Holz hätte man sich gern auf Abstand zum Plastiktinnef aus China verlassen wollen.

GS- und CE-Zeichen – was ist besser?

Die Empfehlung kann daher nur lauten, bei Holzspielzeug auf Warnhinweise, Altersempfehlungen und Prüfsiegel zu achten. Dazu gehört das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit, mit dem unabhängige Institute in regelmäßigen Abständen die Unbedenklichkeit eines Produkts bestätigen. Nicht dazu gehört aber das CE-Zeichen als solches. Damit versichert ein Hersteller nur, dass sich das Produkt an EU-Vorgaben hält – und ohne Kontrollen von unabhängiger Stelle arbeitet. Und leider, das soll nicht unerwähnt bleiben, bleibt auch das „Made in Germany“ ohne schützende Kraft. Wenn es nur irgendwie geht, sollten bei der Auswahl unlackierte Produkte den Vorzug erhalten, da Schadstoffe am ehesten in Lacken enthalten sind. Vollholz ist meist hochwertiger verarbeitet als Spanplatten. Ansonsten hilft zerren und schnuppern. Alles, was dann nicht wegbricht, abreißt oder mieft, darf (vorsichtig) in die engere Auswahl gezogen werden.

von Sonja Leibinger

Fachredakteurin im Ressort Haushalt, Haus und Garten – bei Testberichte.de seit 2012.

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