MicroSDXC-Speicherkarten: Viel Speicher auf kleinstmöglichem Raum

Wie werden MicroSDXC-Speicherkarten getestet?

Samsung Evo Plus microSDXC UHS-3 256 GB auf Fingernagelgröße. Hier ein Modell von Samsung mit UHS-3-Zertifizierung (Logo unten rechts). (Bildquelle: amazon.de)

Bei Tests zu MicroSDXC-Speicherkarten kommt es vor allem auf die Schreib- und Lesegeschwindigkeiten an. Testmagazine nutzen verschiedene Methoden, um die Praxis-Geschwindigkeiten einer Speicherkarte einzuschätzen. In den Kopier-, Lese- und Schreibmessungen wird danach unterschieden, wie die Karten jeweils bei vielen kleinen Dateien oder wenigen, aber großen Dateien abschneiden. Dass die Geschwindigkeit zentral für die Benotung bei Speicherkarten ist, zeigt sich zum Beispiel beim Vergleichstest der Computer Bild in Ausgabe 5/2015: Hier basierte die Note einzig auf den Tempowerten. Andere Magazine berücksichtigen aber auch Aspekte wie den Gigabyte-Preis oder den Lieferumfang und die Garantiebedingungen.

Worauf muss ich vor dem Kauf einer Speicherkarte achten?

Alle aktuellen MicroSDXC-Karten gehören der Geschwindigkeitsklasse „Class 10“ an, was die Wahl anhand der Tempoklasse verhindert. Zusätzlich zur Geschwindigkeitsklasse haben sich die Hersteller aber zwei weitere Siegel ausgedacht, die deutlich mehr über die Fähigkeiten der Speicherkarte aussagen: UHS und Video Speed Class. Ab einer Speicherkarte mit UHS-1 können zum Beispiel Full-HD-Videos ohne Einschränkungen aufgenommen werden. Für 4K-Videos sollte es mindestens eine Speicherkarte mit UHS-3 sein. Dies entspricht der Video Speed Class 30. Wer eine zukunftssichere Speicherkarte haben will, sollte also mindestens zu einer Variante mit UHS-3-Siegel greifen.

Was taugen MicroSDXC-Speicherkarten mit WLAN?

Einige wenige MicroSDXC-Speicherkarten haben direkt implementierte WLAN-Module. Dies dient der kabellosen Übertragung von Daten an Cloud-Speicher oder auch PCs und Mobilgeräte im Netzwerk. Aufgrund von geringen Übertragungsraten, magerer Verbindungsstabilität und hohen Preisen hat sich diese exotische Speicherkarten-Variante aber bisher nicht durchsetzen können. Erschwerend hinzu kommt, dass die aktuelle Kameras oftmals ein eigenes WLAN-Modul mitbringen und eine Speicherkarte mit WLAN in ihnen überflüssig ist.

Autor: Gregor L.