USB-Sticks: Kontrollierter Datenverlust - Fujitsu Secure-Prototyp mit Selbstlöschung

Fujitsu Secure USB- PrototypSensible Daten auf externen Datenträgern werden immer mehr zu einem wichtigen Thema. Auch Fujitsu hat sich in letzter Zeit mit ihm beschäftigt und präsentiert nun als Ergebnis seiner Überlegungen den Secure USB Memory Device Prototyp – Prototyp deswegen, weil das Produkt noch nicht serienreif ist und erst Ende 2009 in den Handel kommen soll. Der Clou des USB-Sticks im ungewöhnlichen Babybel-Design und einem integrierten Prozessor nebst Batterie besteht darin, dass er die auf ihm befindlichen Daten löscht, sobald ein von seinem rechtmäßigen Besitzer festgelegter Zeitraum abgelaufen ist oder falls er in einen „fremden“ Rechner eingesteckt wird. In der etwas abgeschwächten Variante geht USB-Stick etwas weniger rabiat mit den Daten um, und sperrt nur den Zugriff.

Theoretisch macht es deshalb – mit Ausnahme des materiellen Schadens natürlich – nicht mehr so viel aus, wenn der Stick verschludert oder sogar gestohlen wird. Doch dies ist nicht alles. Eine sogenannte File Redirect Software regelt akribisch den Zugriff auf die Daten, genauer: Sie unterbindet zum Beispiel das unerwünschte Kopieren der auf dem Stick befindlichen Daten oder dass sie als Attachment einer E-Mail verschickt werden. Die Software regelt, dass Dateien nur auf einen bestimmten Server oder in vordefinierte Verzeichnisse kopiert werden können – und Ausdrucken ist ebenfalls nicht möglich.

Nähere Angaben darüber, wie das Zeitfenster und die Zugangsbeschränkung sowie die Löschfunktion genau funktionieren, hat Fujitsu nicht gemacht. Es heißt also abwarten bis Ende des Jahres. Als Alternative empfiehlt sich solange der Amacon DataLocker Enterprise 256bit von Irigin Storage, der mir einem ausgefeilten Vierfach-Schutz (Passwort, Verschlüsselung, Selbstlöschmechanismus, Masterpasswort) ebenfalls verspricht, dass sensiblen Daten nichts außergewöhnliches passiert oder dass sie in falsche Hände kommen.

Autor: Wolfgang