Erst ringt uns LaCie ein Lächeln ab, indem das Unternehmen fast gleichzeitig mit dem Beginn der Finanzkrise im Herbst 2008 einen USB-Stick in der Form einer Geldmünze auf den Markt bringt. Und nun, angesichts der drei USB-Sticks in Schlüsselform (USB-Keys), sollen wir vermutlich über den allgegenwärtigen Verschlüsselungswahn bei externen Speichermedien schmunzeln? Die Schlüssel führen jedenfalls ganz sinnig-ironische Namen wie iamaKey und itsaKey. Der dritte Schlüssel am/im Bunde wiederum, der

USB-Stick in Münzenform

CurrenKey: USB-Stick in Münzenform

PassKey, liest nur microSD(HC)-Karten der Klasse 1 bis 6, sieht aber natürlich ebenfalls einem normalen Schlüssel verblüffend ähnlich – selbst auf den zweiten Blick.

Technische Wunderwerke sind jedenfalls unterm Strich nicht herausgekommen. Die USB-Sticks haben eine Speicherkapazität von 4 oder 8 GB und Lesen die Daten mit 30, Schreiben sie jedoch nur mit 10 MB in der Sekunde – wenn sich die Herstellerangaben bewahrheiten. Der iamaKey ist dafür noch zusätzlich wasserdicht, und beide wiederum sind aus einem „robusten“ (LaCie) Metall gefertigt, so dass sie durch den Kontakt mit anderen Schlüsseln nicht zu Schaden kommt.

Es sei jedoch wie es ist. Fakt bleibt, dass LaCie ein amüsantes Spiel ins Rollen gebracht hat, das man ansonsten nur aus der Kreativ-Szene kennt: Die Form dominiert die Funktion. Oder die Designer von LaCie haben tatsächlich nur ganz pragmatisch gedacht und unauffällig am Schlüsselbund zu tragende USB-Sticks nebst einem Card-Reader entwerfen wollen – frei nach der bewährten Camouflage-Strategie: Wir verschlüsseln unsere Daten nicht auf einem USB-Stick, sondern wir verbergen den USB-Stick, indem wir ihm zur Tarnung ein Schlüssel-Kleid überwerfen. Und gleichzeitig werden wir mit einem Augenzwinkern dezent dazu aufgefordert, ab und an über die allfällig zu beobachtenden Absurditäten auf dem USB-Stick-Markt zu schmunzeln. Für hippe Ironiker sind die USB-Keys auf jeden Fall das Gadget des anrollenden Frühjahrs 2009.

Autor: Wolfgang