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Quelle: flickr.com / User DeclanTM

Wer schon mit dem Digital Rights Management und anderen Kopierschutzsystemen ein Problem hat, der wird von dieser Idee auch nicht begeistert sein: Der Speicherkartenhersteller SanDisk und der Gerätehersteller LG Electronics haben eine Technik präsentiert, mit deren Hilfe Netzbetreiber den Inhalt auf Speicherkarten kontrollieren können. Dies berichtet das Online-Magazin teltarif.de. Demnach könnten der Hersteller oder der Netzbetreiber die Nutzung von Inhalten an die SIM-Karte des Netzbetreibers binden.

Dadurch wäre zum Beispiel auf Speicherkarten mitverkaufte Software wie etwa eine Navigationslösung vor Fremdzugriffen geschützt. Nutzen könnte man sie nur exakt mit dem Gerät, in welchem auch die SIM-Karte des entsprechenden Netzbetreibers läge. Das gelte auch für Musikdateien, die mitgeliefert würden. Und das Ganze reicht noch weiter: Laut teltarif.de erlaubt der Einsatz von LGs OMA-SmartCard-Web-Servers es dem Netzbetreiber, den Zugriff auf die Speicherkarte auch über das Internet-Protokoll TCP/IP aus der Ferne zu verwalten.

Ob man sich als Kunde darüber freuen kann? Wohl kaum. Künftig wird man also auch noch darauf achten dürfen, ob die erworbene Software nach dem Kauf auch tatsächlich frei nutzbar ist oder man wieder einmal unnötig an technische Vorgaben geknebelt wird. Fremdkontrolle scheint auch 2009 wieder ein heiß diskutiertes Thema zu werden...

Autor: Janko