McNeill

McNeill ist im Ranzenmarkt seit Mitte der 1970er-Jahre eine feste Größe. Doch fast genauso lang segelt die Marke im Windschatten von Branchenprimus Scout, der fast zur selben Zeit mit der Produktion ähnlicher Ranzentypen begann: Leichte, im Dunkeln reflektierende und tagsüber leuchtende Ranzen, die die unhandlichen Lederranzen weitgehend ablösten – und ab sofort eigene Produktkategorie bildeten. Bis heute kämpfen die Duellanten um die Vorherrschaft und die beste Zielgruppenansprache. Bei Mc Neill sind es Argumente wie federleicht, ergonomisch geformt und sicher – vor allem dank der markanten Doppelstreifen mit Katzenaugeneffekt.

Drei Ausstattungsschwerpunkte

Obwohl die Produkt- und Designvarianten bei den Ranzen und Ranzensets mit Turnbeutel, Trinkflasche und Etui groß ist, wirkt das McNeill-Sortiment ansprechend aufgeräumt und nach Zielgruppen sortiert. Wer auf die Webseite des Unternehmens navigiert, kann entweder auf die Option „Auswahl nach Modell“ oder „Auswahl nach Dessin“ klicken. Dabei trifft er „en passant“ eine erste Entscheidung, einen Ranzen passend zum Kind und entsprechend der Schulranzennorm DIN 58124 (mit Zusatzmarkierungen in Warnwesten-Leuchtfarben) zu wählen oder, wenn es ein Geschenk sein soll, in erster Linie eines mit dem Wunschmotiv der Kleinen. Dabei gibt es drei Ausstattungsschwerpunkte: Den Ergo Light 912 für schmal gebaute, zierliche Kinder, den Ergo Light Plus für erhöhten Platzbedarf und den schmalen Compact mit innenliegenden Seitentaschen. Eines der beliebtesten Dessin-Modelle dürfte dabei ein violettfarbener Ranzen mit einem Pegasus-Pferd aus der Exklusiv-Linie sein, für den sich vor allem die Mädchen immer wieder entscheiden.

Norm oder Design: Sichere und unsichere Ranzen

Doch diese Weichenstellung führt sogleich zu einem Dilemma, in dem Eltern beim Ranzenkauf generell stecken: Bei der Wahl zwischen schönen Motiven und Ranzen „nach Norm“ setzt das Gros der Kundschaft auf das Äußere – weil vor allem die Kleinen die Entscheidung darüber treffen, welcher Ranzen sie in den neuen Lebensabschnitt begleiten soll. McNeill hat darauf ganz ähnlich reagiert wie viele Mitbewerber: Die Auswahl nach Design von der Auswahl nach Norm zu trennen und die Entscheidung bewusst den Eltern zu überlassen. Das heißt: Weniger attraktive Norm-Ranzen mit den empfohlenen 20 Prozent Fluoreszenz- und 10 Prozent Reflexflächen stehen gleichwertig neben den modisch akzentuierten Ranzen, besitzen aber zur Kennzeichnung einen extra Anhänger. Im Gegensatz zu Scout wird McNeill offenbar keinen neuen Weg einschlagen und künftig nur noch normgerechte Ranzen anbieten, nachdem die Stiftung Warenest unsichere Ranzen konsequent abstraft. Doch immerhin sind bei Mc Neill die DIN-Ranzen deutlich gekennzeichnet und nicht wild mit den nur knallbunten Dessin-Varianten ohne ausreichende optische Warnwirkung vermengt.

von Sonja Leibinger

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