Sound-Enthusiasten und Musikproduzenten greifen am liebsten zu Produkten von Creative. (Bildquelle: amazon.de)

Seitdem Realtek die Qualität der Sound-Chips für die Mainboard-Integration verbessert hat, kaufen nur noch drei Gruppen separate Audio-Karten: Musiker, Audiophile und Gamer – welche Vorteile dedizierte Soundkarten heute mit sich bringen, zeigt folgender Artikel.

Welche Vorteile bringen Soundkarten gegenüber den Mainboard-Soundchips?

Inzwischen haben sich die Onboard-Soundchips zu echten Riesen gemausert, die problemlos mit acht Kanälen (7.1) in gehobener HD-Qualität umgehen können und der großen Masse der PC-Nutzer vollkommen ausreichen. Es besteht nur noch für die wenigsten die Notwendigkeit eine dedizierten Soundkarte mit oben gezeigten Anschlussmöglichkeiten, denn viele Mainboards bieten inzwischen auch digitale Ein- und Ausgänge.

Doch Soundkarten bringen mehr mit als nur schlicht gute Soundqualität. So sind Zusatzfunktionen wie ein verbauter Kopfhörerverstärker, ein EMI-Shield oder wechselbare Operationsverstärker (Op-Amps) inzwischen gerade im Mittel- bis Hochpreissegment bis 340 Euro die Regel. Auch beim virtuellen Surround bieten die dedizierten Karten klare Vorteile. So bieten sie oftmals eine höhere Zahl an virtuellen Kanälen, die sich auch individuell per Software konfigurieren lassen. In der Praxis kann das auch ohne teure Surroundanlage zu gutem Raumklang mit präziser Klangortung in Filmen und Games führen.

Wie sieht der Soundkarten-Markt derzeit aus?

Wer seinen PC mit einer entsprechend leistungsstarken Sound-Karte nachrüsten möchte, kann zwischen internen für PCI-Express oder externen für USB wählen.

Seit vielen Jahren dominiert der Hersteller Creative mit seinen Produkten den Markt und kämpft gegen die Verfolger Terratec und Asus, die mit einer großen Produktpalette für alle Qualitätsansprüche Kunden locken wollen. Creatives Sound-Blaster-Karten erleben derzeit ein Revival, da das Interesse an PCI-Steckkarten für die Soundverbesserung wieder steigt. Externe Soundkarten sind weiterhin am Markt vertreten und bieten gerade hinsichtlich der Anschlüsse oftmals mehr als die Steckkarten. Highend-Steckkarten kontern diesen Vorteil durch externe Zusatzmodule im Lieferumfang, an die sich Ihre Audiokomponenten anschließen lassen.

Wie werden Soundkarten in Tests bewertet?

In den inzwischen selten gewordenen Testberichten spielt in der Regel die Audioqualität eine wichtige Rolle. So prüfte die Redaktion der PC Games Hardware die Testkandidaten mit der Benchmark-Software Rightmark Audio Analyzer und bewertete dabei den Frequenzverlauf, also wie linear und unverfälscht der Klang wiedergegeben wird. Hinzu kamen Aspekte wie der Rauschabstand sowie eine Messung, ob Störgeräusche vorhanden sind. Ein weiterer wichtiger Aspekt in Vergleichstests ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Denn gerade bei Soundkarten achten viele auf faire Preise, da nur wenige bereit sind, hunderte Euro in einen solchen Zusatz zu investieren.

Welche Anschlüsse sollte eine Soundkarte haben?

Neben der Qualität der verbauten Chips im Inneren der Soundkarte spielt die Konnektivität eine vorrangige Rolle. Die Anschlussbuchsen sind bei analogen Karten farblich kodiert und bei fast allen Herstellern entsprechend dieser Norm:
FarbeFunktion
rosaEingang Mikrofon (mono)
blauLine-In/ Eingang für AUX (stereo)
grünLine-Out / Ausgang für Kopfhörer oder (Front-) Lautsprecher (stereo)
schwarzAusgang für Rücklautsprecher [engl. rear speakers] (stereo)
silberAusgang für Seitenlautsprecher [engl. side speakers] (stereo)
orangeAusgang für Center- und Tiefbass-Lautsprecher [engl. center speaker, subwoofer]

Bei digitalen Karten kommen Ein- und Ausgänge in optischer oder koaxialer Form (S/P-DIF oder AES/EBU) vor, die ebenfalls orange kodiert sind. Wesentlich mehr Anschlüsse bieten die externen Soundkarten oder welche aus der professionellen Ecke, die über große Erweiterungsmodule für den Fronteinbau verfügen.

von Gregor Leichnitz

Fachredakteur im Ressort Computer & Telekommunikation – bei Testberichte.de seit 2008.

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