Haftpflichtversicherung: Wer ist über einen private Haftpflichtversicherung abgesichert?

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Einige Versicherte zahlen zuviel für ihren Haftpflichtversicherungsschutz. Einer der Gründe dafür ist eine Doppelversicherung, wenn beispielsweise ein Paar zusammenzieht und einen gemeinsamen Haushalt führt. In diesem Falle wird lediglich ein Haftpflichtschutz benötigt. In der Regel kann der jüngere der beiden Versicherungsverträge sofort beendet werden. Jedoch gilt bei unverheirateten Paaren, dass der mitversicherte Partner im Vertrag genannt werden muss.

Die Kinder des Versicherten sind ebenfalls über die Police mitversichert. Dies gilt auch für unverheiratete und volljährige Kinder, die sich in einer Erstausbildung befinden (wobei es keine Rolle spielt, ob es sich um eine herkömmliche Ausbildung oder um ein Studium handelt, denn allgemeine Ausbildungszeiten werden anerkannt). Für die Zeit des Wehr- oder Zivildienstes wird kein eigener Versicherungsvertrag benötigt. Das Höchstalter für den Versicherungsschutz sollte jeder Versicherte individuell bei seinem Versicherer erfragen. In der Regel muss für ein Kind ein separater Vertrag her, wenn die Berufsausbildung abgeschlossen ist und ein eigenes leistungsbezogenes Einkommen erzielt wird.

Versicherungsschutz kann individuell vereinbart werden

Als sinnvoll erweist sich eine Haftpflichtversicherung, die mit einer so genannten Forderungsausfalldeckung ausgestattet ist. In diesem Falle geht die eigene Versicherung in Leistung, wenn der Verursacher eines Schadens keine private Haftpflichtversicherung besitzt und selbst nicht zahlen kann. Bevor die eigene Versicherung in Leistung tritt, werden im Vorfeld alle Möglichkeiten ausgelotet, um sich den Schaden vom Verursacher bezahlen zu lassen.

Autor: Astrid Albrecht-Sierleja