Haftpflichtversicherung: Wer benötigt eine Betriebshaftpflichtversicherung?

Wie im privaten Bereich auch, muss ein Betrieb laut deutscher Gesetzgebung für Schäden in unbegrenzter Höhe haften. Tritt ein Schaden auf, kann dies unter Umständen die Existenz eines ganzen Unternehmens gefährden. Ein Schutz durch die Betriebshaftpflichtversicherung ist deshalb dringend erforderlich.

Wer seinen Betrieb oder sein Unternehmen vor Ansprüchen Dritter schützen will, sorgt mit einer Betriebshaftpflichtversicherung vor. Im Schutz inbegriffen ist nicht nur der Versicherte, sondern darüber hinaus auch seine Vertreter, alle Mitarbeiter und diejenigen, die in irgendeiner Form einem Beruf in dem versicherten Unternehmen nachgehen. Einige Versicherungsgesellschaften bieten sogar die Möglichkeit, Subunternehmer in den Schutz aufzunehmen. In der Regel sollten alle zu versicherten Risiken bereits beim Vertragsabschluss feststehen.

Versicherungsschutz muss ausreichen

Alle Risiken, die innerhalb eines Unternehmens abgesichert werden sollen, müssen rechtzeitig dem Versicherer mitgeteilt werden. Doch gibt es auch Anbieter, die einmal jährlich einen sogenannten Risikoerfassungsbogen an ihren Kunden ausgeben, damit diese die Chance erhalten, neu hinzu gekommene Risiken absichern zu lassen, obwohl der Vertrag bereits läuft.

Berücksichtigung von Berufszweigen

Angeboten wird nicht nur die allgemeine Betriebshaftpflichtversicherung, sondern auch spezielle Verträge, die auf die besonderen Gegebenheiten und Risiken einer Branche zugeschnitten sind. Diese stehen immer im Zusammenhang mit der Größe, der Art des Betriebes, dem Umfang und dem speziellen Tätigkeitsfeld. Die Höhe der Deckungssumme des individuellen Betriebsstättenrisikos steht im Mittelpunkt der Betriebshaftpflichtversicherung.

Was geschieht im Schadensfall?

Hat sich ein Schaden ereignet, wird der Versicherer zunächst den Anspruch prüfen und, sollte dieser gerechtfertigt sein, in Leistung treten. Kosten durch eine Gerichtsverhandlung wie auch für Gutachter und Sachverständige werden ebenfalls übernommen. Die Höhe der Versicherungssumme sollte zwei Millionen Euro nicht unterschreiten. Wer seine persönlichen Risiken, die durch Ansprüche aus Personen-, Sach- oder Vermögensschäden entstehen, reduzieren will, sollte die Höhe individuell festlegen und auch von einem erweiterten Schutz profitieren, der von Versicherung zu Versicherung variiert.

Autor: Astrid Albrecht-Sierleja