Haftpflichtversicherung: Leistungen der Hundehalterhaftpflichtversicherung

Foto: fresh freddy, Pixelio.de

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Die konventionelle Haftpflichtversicherung zahlt für Schäden, die der Versicherungsnehmer oder Familienmitglieder verursachen. Im Schutz inbegriffen sind auch Schäden, die durch kleine Haustieren wie Katzen, Meerschweinchen oder Vögel verursacht werden. Für die etwas größeren vierbeinige Freunde tritt die private Haftpflichtversicherung jedoch nicht in Leistung. Hunde müssen deshalb speziell abgesichert werden.

Wer zu den stolzen Hundebesitzern gehört, weiß, dass sich ein vierbeiniger Freund schnell verselbstständigen kann und dadurch Sach- oder Personenschäden entstehen können. Besonders hohe Kosten können auf den Hundehalter zukommen, wenn sein Tier einen Schaden im Straßenverkehr verursacht. Eine Hundehalterhaftpflichtversicherung schützt vor den Ansprüchen Dritter, die unter Umständen den finanziellen Ruin des Hundeshalters bedeuten könnten, wenn kein Versicherungsschutz vorliegt.

Wie bei anderen Varianten einer privaten Haftpflichtversicherung steht auch bei dieser Versicherungsform die Höhe der Versicherungssumme im Mittelpunkt. Sie muss im Ernstfall alle Personen-, Vermögens- und Sachschäden ausreichend abdecken. Besonders wichtig ist beim Vertragsabschluss auch die Bedingung, dass der Versicherer auch dann für Schäden zahlt, wenn ein Hundehalter gegen seine Pflichten verstoßen hat. Grobe Verstöße sind jedoch nicht durch den Schutz durch die Hundehalterhaftpflichtversicherung abgedeckt. Handelt der Hundehalter grob fahrlässig oder gar mit Vorsatz, geht der Versicherungsschutz verloren, und zwar auch dann, wenn gesetzliche oder lokale Vorgaben nicht eingehalten werden, wie zum Beispiel Leinenzwang. Im ungünstigsten Fall drohen dem Versicherungsnehmer sogar Leistungsausschlüsse.

Wer sich ausreichend gegen Forderungen Dritter absichern will, sollte sich für eine Mindestversicherungssumme in Höhe von 1,5 Millionen Euro entscheiden. Versicherungsexperten raten mitunter sogar beim Abschluss einer Police zu einer Deckungssumme in Höhe von drei Millionen Euro.

Autor: Astrid Albrecht-Sierleja