Haftpflichtversicherung: Bauherrenhaftpflichtversicherung gegen Risiken während der Bauphase

Foto: Rainer Sturm, Pixelio.de

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Plant ein Immobilienbesitzer einen kleinen Umbau, sollte er in den Vertragsbedingungen seiner privaten Haftpflichtversicherung nachlesen, ob sie für mögliche Schäden eintritt. Ist dies nicht der Fall oder steht sogar ein großes Bauvorhaben an, sollte der Bauherr eine Bauherrenhaftpflichtversicherung abschließen, um während der Bauphase gut abgesichert zu sein.

Grundsätzlich tragen Bauherren während der kompletten Bauphase die Verantwortung, sollte es zu einem Schaden kommt. Ist eine Baustelle nicht ausreichend abgesichert und spielende Kinder verschaffen sich Zutritt, muss der Bauherr grundsätzlich für den Schaden aufkommen.

Die Bauherrenhaftpflichtversicherung kann für den gesamten Zeitraum der baulichen Maßnahmen abgeschlossen werden und sichert vor Schadensersatzansprüchen Dritter. Oftmals kann der Bauherr die entstandenen Schäden nicht selber bezahlen. Kommt sogar ein Mensch zu Schaden, werden nicht selten Kosten für eine Behandlung, den Verdienstausfall, Schmerzensgeldforderungen oder gar eine lebenslange Rente fällig.

Welche Risiken sind abgesichert?

Grundsätzlich birgt eine Baustelle immer ein besonderes, nicht kalkulierbares Gefahrenpotenzialt. Mit einer Bauherrenhaftpflichtversicherung kann man sich bis zum Ende der Bau- oder Umbauphase vor finanziellen Ansprüchen Geschädigter schützen. Wer Risiken reduzieren will, sollte sich für diesen wichtigen Schutz entscheiden. Die Versicherungssumme sollte so hoch angesetzt werden, dass Vermögens-, Sach- und Personenschäden auch in Millionenhöhe reguliert werden können.

Im Schadensfall wird der Versicherer, wie bei allen anderen Formen des privaten Haftpflichtschutzes auch, zunächst den Anspruch des Geschädigten prüfen. Im Zweifelsfall werden auch die Kosten für Gutachter und eine gerichtliche Auseinandersetzung übernommen. Bei einem berechtigten Anspruch geht der Versicherer mit der vertraglich vereinbarten Versicherungssumme in Leistung.

Schutz bei Eigenleistung ist teurer

Nicht nur die Höhe der Versicherungssumme nimmt Einfluss auf den Preis einer Bauherrenhaftpflichtversicherung, sondern auch die Zuschläge, wenn der Bauherr und Freunde selber Hand an der Baustelle anlegen. Versicherungen bewerten die eigenen Leistungen grundsätzlich als höheres Risiko, was den Beitrag des Versicherungsschutzes erhöht.
Umfassender Schutz von Anfang an
Wer sich für eine Bauherrenhaftpflichtversicherung entscheidet, sichert sich das gute Gefühl, auch gegen Schäden geschützt zu sein, die aus den Pflichten während der Bauphase entstehen. Dazu gehört beispielsweise im Winter die Streupflicht. Nach dem Abschluss der Bauphase muss man sich jedoch entweder über die herkömmliche Haftpflichtversicherung oder eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung absichern. Dies geschieht immer in Abhängigkeit davon, ob das Wohngebäude vermietet oder selber bewohnt wird.

Autor: Astrid Albrecht-Sierleja