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Vuzix M100 im Test der Fachmagazine

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    9 Produkte im Test

    „... Leider ragt die Display-Halterung weiter ins Sichtfeld als bei Glass, sodass der Benutzer auf einem Auge wirklich ‚blind‘ ist und dort nur den Bildschirm zu sehen bekommt. Doch der wirkliche Todesstoß ist momentan die niedrige App-Auswahl auf dem Betriebssystem Android Wear. Unser Fazit: viel Potenzial, aber den 900-Euro-Kaufpreis rechtfertigt das bei Weitem nicht.“

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    9 Produkte im Test

    „Vorteile: Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten; Sprach- und Gestensteuerung.
    Nachteile: Noch wenige kompatible Apps.“

Einschätzung unserer Autoren

M100

Die Rea­li­tät vir­tu­ell auf­wer­ten

Der US-Hersteller Vuzix hat für Anfang 2013 eine eigene Augmented-Reality-Brille angekündigt, deren Alltagsverwendung fast wie Science Fiction anmutet. Denn die eingebaute 720p-HD-Kamera zeigt dem Nutzer seine Umgebung mit eingeblendeten Zusatzinformationen an – wie das Head-Up-Display (HUD) eines modernen Militärpiloten. Das einzelne Display im 16:9-Format kann wahlweise vor dem rechten oder vor dem linken Augen getragen werden und soll dabei wie ein 4-Zoll-Display eines Smartphones wirken.

Niedrige Auflösung - der Clou sind die eingeblendeten Informationen

Die Auflösung des Bildschirm ist zwar hochgerechnet auf diese Größe mit 432 x 240 Pixeln recht gering, doch sollte das für die meisten eingeblendeten Informationen ausreichen. So kann der Nutzer die AR-Brille via Bluetooth mit einem beliebigen Android- oder iOS-Smartphone verbinden und sich dann E-Mails, SMS, Navigationssoftware oder Websites anzeigen lassen, umgekehrt ist es aber auch möglich dank der Kamera auf der Außenseite ein Abbild des realen Blickwinkels zu erschaffen und dieses Bild um zusätzliche Informationen anzureichern.

Brille wird per Bluetooth ans Handy gekoppelt

Letzten Endes handelt es sich tatsächlich um einen externen Bildschirm für das Smartphone, der wie ein Bluetooth-Headset hinter dem Ohr verankert getragen wird. Daher soll man damit auch Filme schauen oder Spiele spielen können. Dafür indes dürfte die Auflösung dann doch ein wenig gering ausfallen. Es erklärt aber immerhin die Vielseitigkeit der Brille. Und das ist noch nicht alles: Sie muss nicht zwangsweise an ein Handy gekoppelt werden. Dank eines Texas Instruments OMAP 4430 Dual-Core-Prozessors mit 1 GHz Taktrate und 1 Gigabyte Arbeitsspeicher kann das Gerät auch allein operieren.

>Ist aber im Grunde auch selbst ein kleines Smartphone

Für Apps und gespeicherte Medien stehen immerhin 8 Gigabyte zur Verfügung, sogar einen Steckplatz für microSD-Karten gibt es. Auch ein GPS-Empfänger und ein WLAN-Modul wurden integriert. Damit kann man die Vuzix M100 im Grunde als ein fast vollwertiges Android-Smartphone ansehen – nur ohne Telefonmodul. Dafür braucht man dann doch die Verbindung zum Mobiltelefon. Dank Mikrofon und Kopfhörer fungiert das Ganze dann als Headset. Bei reiner Sprachsteuerung des Handys hält der Akku acht Stunden durch, bei eingeschaltetem Display zwei Stunden.

Luxusprodukt für fast 1.000 Euro

Das Ganze wird allerdings ein teures Vergnügen: Die japanische Produktseite verrät 95.000 Yen als Verkaufspreis, das sind derzeit rund 930 Euro. Die Smartphone-Brille soll auf der CES 2013 offiziell vorgestellt werden – irgendwann im ersten Halbjahr könnte sie dann auf den Markt kommen.

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