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SmartEyeglass

Die ganze Brille als Bild­schirm

Datenbrillen sind uns gut aus verschiedenen Science-Fiction- und Cyberpunk-Szenarien bekannt, doch in der Realität tun sich die Hersteller mit dem Konzept noch schwer. Google ist der bislang einzige namhafte Hersteller, der an einer Datenbrille arbeitet. Und das Ergebnis ist bislang noch immer eher als durchwachsen zu bezeichnen – vor allem der vor die Brille geklappte Bildschirm mag natürlich futuristisch wirken, fällt daher aber auch sehr stark auf. Zudem ist die Auflösung des Ganzen sehr beschränkt.

Samsung und Sony als zweite Generation

Daran wollen nun so langsam auch andere Hersteller arbeiten. Samsung war der zweite Hersteller, dessen Namen in den Ring geworfen wurde – mit seinem Entwurf Gear Blink. Und mit Sony folgt nun der dritte Anbieter, wie das Online-Magazin areamobile.de berichtet. Demnach haben die Japaner unlängst eine funktionsfähige Version der Brille vorgestellt, nachdem es bislang nur grobe Ankündigungen gab. Zeitgleich wurde ein Software Developer Kit (SDK) angekündigt, mit dem Entwickler erste Anwendungen für die Brille schaffen können.

Das ganze Brillenglas ist ein einziges Display

Die Brille mit dem wenig inspirierten Namen SmartEyeglass soll dabei ein eleganteres Design verfolgen als die Google Glass. So will man auf den vorgeklappten Bildschirm verzichten können und stattdessen das gesamte Brillenglas direkt zum Display machen. Daher muss es aber auch dicker ausfallen – immerhin drei Millimeter Stärke besitzt es. Bei normalen Brillen entspricht das zwar noch nicht ganz dem Stil „Flaschenboden“, es kommt dem aber durchaus schon nahe. Problematisch wird es vor allem durch die noch einmal deutlich dickeren Einfassungen.

Design wirkt noch extrem klobig

Dass Sony dies in einem Video als „slim, lightweight design“ bezeichnet, ist schon nah an der Ironie. Die SmartEyeglass wirkt eher wie eine Schweißerbrille als ein elegantes SciFi-Design. Immerhin: Das Brillenglas ist zu 85 Prozent durchsichtig und kann eine hohe Kontrastrate sowie helle Leuchtkraft von bis zu 1.000 Candela je Quadratmeter vorweisen. Schafft es Sony, die Brille bis zur Markteinführung noch etwas zu verschlanken, könnte ein Schuh daraus werden. Einen Marktstarttermin hat Sony aber noch nicht verraten, und auch die Verfügbarkeit in Deutschland ist derzeit noch pure Spekulation.