Sapphire präsentiert eine besonders interessante Variante der Radeon6570 mit GDDR5-Ausstattung. Gegenüber den beinahe gleichnamigen Schwestermodellen, die nur mit langsamerem GDDR3-Arbeitsspeicher ausgestattet sind, macht der Neuling seine Performance-Vorteile geltend. Die für rund 60,- bei amazon erhältliche Grafikkarte ermöglicht den Einstieg in die Spielewelt am PC – eine Karte, die sich besonders für unsere Jüngsten empfiehlt, die gerade ihre ersten Online-Spiele starten wollen.
Besonders auffällig ist das nur 169 Millimeter lange Design der blauen Platine, die der Hersteller speziell für diese Radeon entwickelt hat. Trotz der Kürze beansprucht die Grafikkarte die volle Bauhöhe von zwei Slots auf der Rückseite. Daran ist der ausladende Kühler mit aktiver Lüftung von Artic schuld, der für eine effiziente Kühlung der Platine sorgt. Die Turks-GPU ist in 40-Nanometer-Technologie gefertigt und arbeitet mit einer Frequenz von 650 MHz. Die Besonderheit ist natürlich der beinahe dreifach schnellere Arbeitsspeicher gegenüber den Schwestermodellen. Die 512 MByte-Module stammen vom Hersteller Elpida, die auch in wesentlich teureren Grafikkarten anzutreffen sind. Bei entsprechendem Bedarf kann der Grafikkarte noch weiterer Arbeitsspeicher bis zu 2 GByte vom PC zugewiesen werden. Die Taktungen entsprechen den üblichen Energiesparmaßnahmen – d.h. im Windows-Desktopmodus 100 MHz (GPU) und 300 MHz (Speicher), die unter Last auf 650 MHz und 2.000 MHz ansteigen. Gleich drei Ports (analog VGA, Dula-Link-DVI und HDMI) sorgen für sehr gute Anschlussmöglichkeiten der Low-Budget-Karte.
Hohe Auflösungen im Spielbetrieb sollte man zu Gunsten der Performance meiden. Bei 1.280 x 720 Bildpunkten liefert die kleine Radeon jedoch brauchbare Ergebnisse. Trotzdem sin die Ergebnisse unter DirectX 9, 10 und 11 je nach Game sehr unterschiedlich. Beschränkt man sich auf 1xAA/1xAF in der Darstellungsqualität, erreicht man beispielsweise mit der genannten Auflösung spielbare Frameraten (Bilder pro Sekunde) unter Gothic 4, Just Cause2, Mass Effect2 und sogar unter Crysis Warhead, wenn man von gelegentlichen Einbrüchen absieht. Bei den Temperaturen und der damit verbunden Lautstärke des Lüfters hält sich die kleine Grafikkarte zurück und ist bei geschlossenem Gehäuse kaum hörbar.
Man kann die kurze, gut belüftete HD6570 von Sappire dem Gelegenheitsspieler oder Einsteiger ohne finanzielles Risiko empfehlen. Ein direkter Vergleich mit Mittelklassekarten, die das Dreifache kosten, wäre hier fehl am Platz – sie bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis.
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- Erschienen: 04.07.2011 | Ausgabe: 15/2011
- Details zum Test
ohne Endnote
„... Im Vergleich zu AMDs schnellsten Llano-Grafikkernen bietet sie nahezu die doppelte 3D-Performance und eignet sich damit auch als günstige Aufrüstkarte für Spieler, die bereit sind, auf grafische Details oder Kantenglättung zu verzichten.“
































