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Gear Blink

Daten­brille mit kom­plett neuer Ein­ga­be­lo­gik

Samsung gehört zu den Pioniergeistern am Technikmarkt. Das Unternehmen springt auf jeden neuen Trend auf und bringt schnell eigene Produkte in den Handel. In den vergangenen Jahren hatte Samsung großen Anteil am Erfolg der Android-Tablets, dann folgten die übergroßen Smartphones der Smartlet-Klasse und schlussendlich die Smartwatches. Letzteren wurde auf der diesjährigen IFA 2014 in Berlin besonders viel Spielraum eingeräumt. Doch Samsung ist schon wieder weiter und engagiert sich nun scheinbar auch noch im Bereich der Datenbrillen.

Augmented Reality als neues Tätigkeitsfeld

Als Google Mitte 2013 sein erstes Projekt namens Glass vorstellte, war die Branche in heller Aufruhr – und auf dem falschen Fuß ertappt. Bis auf vereinzelte No-Name-Anbieter ohne nennenswerte Erfolge hat sich noch kein anderer Hersteller an das Thema herangewagt und ein konkretes Produkt vorstellen können. Dabei versprechen Datenbrillen, eventuell sogar die Nachfolger des Smartphones zu werden – zumindest in etwas weiterer Zukunft. Sie erlauben eine deutlich erweiterte Wahrnehmung der „augmented reality“, also einer Überlagerung der Realität mit virtuellen Inhalten.

Zertifizierung in Korea

Bald könnte sich zu der Google Glass nun die Samsung Gear Blink gesellen. Dies berichtet zumindest das „tizenblog“ mit Berufung auf Dokumente des Korean Intellectual Property Rights Information Service, der koreanischen Zertifizierungsbehörde. Die Feature-Liste lässt sich anhand der angemeldeten Kategorien erahnen: So wurde die Gear Blink für die Kategorien Digitalkamera, Sonnenbrille und Telefon registriert. Es dürfte sich also tatsächlich um ein direktes Konkurrenzprodukt zur Google Glass handeln.

Mit den Fingern auf den ... Fingern tippen

Interessant ist aber, dass Samsung nicht nur kopiert, sondern auch eigene Innovationen einbringt. So zeigt ein Bild auf tizenblog zwei Hände und eine Zuordnung der Fingerglieder zu Buchstaben. Es sieht also so aus, als würden die Handflächen als Projektionsfläche für eine virtuelle Tastatur dienen. Dass die Daumen als einzige Finger „unbelegt“ sind, deutet darauf hin, dass man mit ihnen diese „Tasten“ dann drücken soll. Mit etwas Übung könnte das tatsächlich recht flink funktionieren. Man darf also gespannt sein auf das neue Projekt. Als Betriebssystem soll die Brille übrigens das hauseigene Tizen nutzen und nicht Android oder Android Wear. Es sieht so aus, als würde Samsung verzweifelt versuchen, sein neues OS, das es bislang nicht auf Handys geschafft hat, irgendwo unterzubringen... und das könnte auch der größte Hemmschuh bei der Vermarktung werden.