E-Mail-Anbieter: 18 Tools auf dem Prüfstand - Gratisdienste sind die bessere Wahl

  • Gefiltert nach:
  • 18 Tools auf dem Prüfstand - Gratisdienste sind die bessere Wahl
  • Alle Filter aufheben

top-test-e-mail-anbieterMit einer E-Mail bringt man nicht nur Textnachrichten, sondern auch Musik, Fotos, Videoclips und Dokumente schnell und preiswert ans gewünschte Ziel. Doch für welchen E-Mail-Dienst soll man sich entscheiden? Die Zeitschrift „test“ hat elf kostenlose und sieben kostenpflichtige Anbieter verglichen. Vieles spricht für die Gratisdienste, allerdings sollte man auch hier nicht wahllos zugreifen.

Bei den kostenlosen Diensten hält ein kleinerer Anbieter die rote Laterne: 1email.eu konnte im Test nicht überzeugen und bringt es nur auf ein „mangelhaftes“ Qualitätsurteil. Neben einem unzureichenden Schutz gegen Viren - den man übrigens auch bei T-Online eMail Basic in Kauf nehmen muss – empfand man die Support-Adresse von 1email.eu bei Web.de als Kuriosum. Probleme gab es bei größeren Dateianhängen, denn die sind auf zwei Megabyte begrenzt. Auch directBox Freemail bietet nur zwei Megabyte, web.de Freemail ist mit vier Megabyte nicht viel besser. Spitzenreiter unter den Gratisdiensten ist in dieser Disziplin das Angebot von T-Online mit 32 Megabyte beim Versenden und 50 Megabyte beim Empfangen von Nachrichten. Arcor PIA basic bietet 35 Megabyte, Google Mail immerhin noch 20 Megabyte. Hier hat das kostenpflichtige GMX TopMail mit 100 Megabyte die Nase vorn.

Unerfreulich fand man den Umgang mit Werbung. Zwar ist das bei den kostenlosen Diensten unverzichtbar, doch selbst die kostenpflichtigen Anbieter schrecken nicht davor zurück: Bis auf Yahoo Mail Plus blieb im Testzeitraum kein Bezahldienst werbefrei. Arcor Pia punktet bei den kostenlosen Anbietern, denn hier muss man nur wenig Reklame in Kauf nehmen, während Freenet Mail Basic, GMX FreeMail und web.de Freemail Werbung sogar direkt ins Postfach schicken und damit „besonders nerven“. Google Mail geht einen anderen Weg: Hier werden die Mails auf werberelevante Reizworte gescannt und dazu passende Werbeangebote angehangen. Das hinterlässt sicher kein gutes Gefühl, geschieht aber zumindest in einer optisch unaufdringlichen Form. Übrigens entfällt die Werbung bei Google, wenn man seine Post mit einem Mailprogramm verschickt. Die Anzeigen erscheinen nur direkt im Online-Postfach.

Schlussendlich reicht es für Google Mail mit einer Note von 2,7 (befriedigend) zum Gesamtsieg dieses Vergleichs: Handhabung und Schutz geben keinen Anlass zur Kritik, einzig die Transparenz (Verträge, Information) könnte noch besser sein. Mit einer Note von 2,8 landet das kostenpflichtige GMX TopMail für 4,99 Euro im Monat knapp dahinter. Allerdings ist der Schutz hier nur „ausreichend“. Das betrifft vor allem den Umgang mit Nutzerdaten und die Beeinträchtigung durch Werbung. Das mit 3,0 bewertete Arcor PIA basic kann sich ebenfalls einen Platz auf dem Treppchen sichern.

Eine Übersicht der getesteten Anbieter finden Sie hier.

Autor: Jens