Kaffee: Koffein stoppt im Tierversuch Alzheimer

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Quelle: flickr.com / renee.hawk (pictureArtist.net)

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Kaffee ist eines der Getränke dem die verschiedensten positiven wie auch negativen Effekte nachgesagt werden. Nun ist noch ein weiterer hinzugekommen: Koffein soll Alzheimer bekämpfen helfen, zumindest im Tierversuch. Medienberichten zufolge haben amerikanische Forscher in Tests mit Mäusen herausgefunden, dass der Stoff den Gedächtnisverlust bei einer Alzheimer-Erkrankung stoppt. Sowohl im Gehirn als auch im Blut der Tiere wurde das für die Alzheimer-Krankheit verantwortliche Protein signifikant vermindert.

Dies hätten Wissenschaftler vom Alzheimers Disease Research Center der Universität South Florida berichtet. Die neuen Erkenntnisse zeigten, dass Koffein auch eine entwicklungsfähige Behandlung für bestehende Alzheimer-Erkrankungen sein könnte und nicht nur eine vorsorgliche Strategie. Dies sei deshalb wichtig, weil Koffein für die meisten Menschen ein sicheres Mittel sei, schnell ins Gehirn gehe und den Krankheitsprozess direkt zu beeinflussen scheine.

Bei dem Versuch wurde den Angaben des Institutes zufolge das Erbgut von 55 Mäusen so verändert, dass sie alle mit etwa 18 bis 19 Monaten Alzheimer-ähnliche Symptome zeigten. Dies entspricht angeblich ungefähr dem Lebensalter von 70 Jahren beim Menschen. Die eine Hälfte der Tiere bekam daraufhin täglich so viel Koffein, wie in fünf Tassen amerikanischem Kaffee enthalten ist. Die anderen mussten sich mit purem Wasser begnügen. Nach zwei Monaten schnitten die Mäuse der Kaffee-Versuchsgruppe bei Gedächtnistests erheblich besser ab als die Mäuse der Kontrollgruppe. Ihre Gedächtnisleistung sei sogar so gut gewesen wie bei Mäusen ohne das Demenz-Gen.

So scheint Koffein also nicht nur im Büro wach zu halten, sondern auch noch die Gehirnleistung dauerhaft fit zu halten – zumindest bei Mäusen. Na, da sollte der morgendliche Kaffee ja künftig noch besser munden...

Autor: Janko