VilsaDer Anteil an Mineralstoffen im Wasser ist abhängig von den Gesteinsschichten der Quelle. Die Mineral- und Trinkwasserverordnung (MTVO) legt hierbei Höchstgehalte einzelner Stoffe fest, die Hersteller müssen zudem auf dem Etikett die genaue Zusammensetzung des Wassers abdrucken. Auf diese Weise kann jeder Verbraucher genau auswählen, welche Zusammensetzung er bevorzugt - was auch den Geschmack beeinflusst. Doch auf welche Inhaltsstoffe sollte bei der Auswahl eigentlich wirklich geachtet werden?

Magnesium für Schwangere und Sportler interessant

Der Mensch deckt seinen Bedarf an Mineralstoffen bei ausgeglichener Ernährung vollständig durch die Aufnahme von fester Nahrung. Von daher macht es nur in ganz bestimmten Situationen einen Unterschied, wie hoch die einzelnen Anteile der Stoffe im Mineralwasser sind. Magnesium zum Beispiel wird Menschen während bestimmter schwerer Erkrankungen, während einer Schwangerschaft oder auch beim Leistungssport empfohlen. Alle anderen Gruppen haben eigentlich keinen erhöhten Bedarf an magnesiumhaltigen Wässern.

Calcium bei Laktoseunverträglichkeit

Ein hoher Anteil an Calcium kann für Menschen mit einer Laktose- / Milchunverträglichkeit sinnvoll sein. Dazu sollte der Calciumgehalt im Mineralwasser aber bei mindestens 150 Milligramm je Liter liegen, was nur bei sehr wenigen Wässern der Fall ist. Dies liegt darin begründet, dass Wasser mit Calcium eher bitter schmeckt und weniger Absatz findet.

Vor allem Frauen leiden häufiger unter Eisenmangel. Für sie ist ein Mineralwasser mit einem Eisengehalt von mehr als 1 Milligramm pro Liter empfehlenswert.

Natrium und Chlorid eher meiden

Natrium und Chlorid sind dagegen beides sogar Stoffe, die wir bei normaler Ernährung eher vermeiden sollten. Denn beides sind Bestandteile des herkömmlichen Kochsalzes, weswegen wir sogar dazu neigen, mit diesen Mineralien überversorgt zu sein. Bei Bluthochdruck, Nierenleiden und während einer Schwangerschaft sollte auf die verstärkte Zufuhr von Natrium und Chlorid erst Recht verzichtet werden. Natriumarme Mineralwässer müssen hierbei weniger als 20 Milligramm je Liter des Stoffes vorweisen, um als solche ausgewiesen zu werden.

Mineralwasser in Vergleichstests

Mineralwasser werden nur sehr selten getestet. In Tests zeigt sich jedoch immer wieder, dass die meisten Mineralwasser-Arten, die im Handel angeboten werden, gute Qualität besitzen. Dabei spielen Preis, Marke oder auch Handelskette nur eine völlig untergeordnete Rolle. Das zeigt zum Beispiel auch der letzte Vergleichstest der Stiftung Warentest. Je nach Region braucht indes das örtliche Trinkwasser aus der Leitung den Vergleich nicht zu scheuen. Sie können es also bedenkenlos trinken.

Autor: Janko