flickr.com/dierk schaefer

Quelle: flickr.com/dierk schaefer

Das Lieblingsgetränk der Deutschen ist beunruhigender Weise mit Umwelthormonen belastet. Das haben Frankfurter Forscher nun herausgefunden. Demnach habe man in 12 von 20 untersuchten Mineralwässern chemische Verbindungen gefunden, die zum Beispiel dem weiblichen Sexualhormon Östrogen ähnelten. Dies sei insbesondere bei Mineralwasser aus Kunststoffflaschen ein Problem.

Harte Worte der Frankfurter Forscher. Doch die Biologen Jörg Oehlman und Martin Wagner von der Frankfurter Goethe-Universität zeigten sich zugleich beunruhigt und überrascht von ihren eigenen Erkenntnissen. Zu Beginn ihrer Arbeiten hätten sie nach eigener Aussage nicht erwartet, eine so massive östrogene Kontamination in einem Lebensmittel vorzufinden, das eigentlich strengen Kontrollen unterliege. Die östrogene Belastung von Mineralwasser aus Plastikflaschen sei im Übrigens fast doppelt so hoch wie diejenige von Wasser aus Glasflaschen. Das dort enthaltene Wasser sei in dieser spezifischen Hinsicht nicht besser als Wasser aus Kläranlagen.

Ein Grund dafür könne sein, dass sogenannte Plastikadditive wie zum Beispiel Weichmachern aus den PET-Flaschen in das Wasser abgegeben würden. Welche Substanzen aber genau für die hormonelle Belastung verantwortlich sind, wurde bislang nicht geklärt. Das Frankfurter Forscherteam will nun dieser Frage nachgehen, ebenso, ob eine Gefahr für den Verbraucher bestehe. Es kann natürlich gut sein, dass am Ende wieder alles übertrieben Panikmache war. Dennoch: Besser einmal zu viel alarmiert, als einmal zu wenig. Vielleicht sollte man also zumindest Wasser aus Glasflaschen vorziehen, ehe die gesundheitlichen Folgen abschließend geklärt sind...

Autor: Janko