Kräuterlimonade ist zum neuen Trendgetränk aufgestiegen: Sie gilt als vergleichsweise kalorienarm und weniger klebrig-süß als klassische Limonade, wird daher sogar als gesunde Alternative propagiert. Doch sollte man sich nicht täuschen: Auch in den meisten Kräuterlimonaden ist noch genügend Zucker enthalten, um als eher ungesund zu gelten. Besser ist es, die Limonade gleich selbst herzustellen – und das geht sogar überraschend einfach. Erst recht, wenn man über ein paar Gartenkräuter verfügt.

Liebliche Kräuter vorteilhaft

Denn die Zutaten für eine grundlegende Kräuterlimonade findet man in nahezu jedem Garten mit Kräuterbeet. Neben Melisse und Minze sind Holunder und Waldmeister die klassischen Geschmacksrichtungen, aber selbst Lavendel und Basilikum als typische Küchenkräuter können in Verbindung mit anderen Kräutern ein interessantes Geschmackserlebnis bieten. Üblicherweise gewinnen Kräuterlimonaden am meisten Charme bei der Kombination von lieblichen und erfrischenden Kräutern, also beispielsweise Holunder und Minze.

Den Strauß einfach im Wasserkrug versenken

Am einfachsten ist die Herstellung, wenn man ganz einfach einen Strauß solcher Kräuter bindet und kopfüber in einem mit einem Liter Wasser gefüllten Krug gibt. Es kann Sinn machen, noch den Saft einer Zitrone hinzuzugeben, damit vor allem Kinder den Geschmack einer Limonade „wiedererkennen“ und somit der Eigenkreation offener gegenüberstehen. Das Gefäß stellt man anschließend einfach in den Kühlschrank und lässt den Sud über Nacht ziehen. Am nächsten Tag entnimmt man die Kräuter und gibt zum Süßen noch etwas Zucker bei.

Statt Zucker lieber Honig verwenden

So kann die Süße ganz exakt nach persönlichem Empfinden festgelegt werden. Ein Tipp ist es, statt Rohrzucker lieber Honig zum Süßen zu verwenden. Da Honig aber einen ganz eigenen Geschmack hat, sollte man zu einem leichten Wiesenhonig greifen, stark schmeckender Waldblütenhonig dagegen ist eher etwas für jene, die wirklich den Charakter der ganzen Kräuterlimonade nochmal verändern möchten. Soll übrigens auch Kohlensäure mit ins Getränk, kann man den Wasseranteil auch etwas reduzieren und nach Abschluss der Arbeit noch mit Mineralwasser aufgießen.

Mit Säften mischen

Alternativ kann man auch auf Zucker und Kohlensäure verzichten und die Kräuterlimonade mit einem Saft wie Apfelsaft aufgießen und vermischen. Apfel und Birne sind hierbei am besten geeignet, aber theoretisch ist der Experimentierfreude keine Grenze gesetzt. Dünnflüssige Säfte mischen sich aber generell besser mit Kräuterlimonade, zudem sollte man auf Direktsaft setzen, damit nicht doch noch industrieller Zucker und andere Zutaten in das eigene Gebräu gelangen.