KrumbachDie Entscheidung, ob ein Mineralwasser viel oder wenig Kohlensäure haben soll, ist tatsächlich in erster Linie eine reine Geschmackssache. Wissenschaftler haben bislang in zahllosen Studien weder einen ausgesprochen positiven noch umgekehrt irgendwie einen negativen Effekt auf die Gesundheit nachweisen können. Als eher der esoterischen Ecke zuzuordnen sind daher auch immer wieder auftauchende Behauptungen, wonach Kohlensäure die „biophysikalische Struktur des Wassers" oder den biochemischen Haushalt des Körpers störe.

Geschätzt als Appetitzügler

Fest steht lediglich, dass Kohlensäure zügig den Magen füllt und daher bei Diäten auch als Appetitzügler geschätzt wird. In zu großen Mengen konsumiert kann das dadurch entstehende Aufstoßen und Völlegefühl natürlich auch als unangenehm empfunden werden. Wer also aufgrund harter, körperlicher Arbeit oder als Leistungssportler viel Wasser zu sich nehmen muss, sollte eher zu einem kohlensäurearmen oder stillen Wasser greifen. Ansonsten jedoch unterstützt Kohlensäure allenfalls die Verdauung und regt den Kreislauf an. Ferner wird die Durchblutung der Mundschleimhaut erhöhrt, was den Geschmackssinn verfeinert und sogar neue Geschmacksnuancen entdecken helfen kann, wenn man anschließend andere Speisen zu sich nimmt.

Positiv: Keime und Bakterien können sich schlechter vermehren

Von den Herstellern der Mineralwässer wird Kohlensäure zudem dafür geschätzt, dem Wasser einen erfrischend säuerlichen Geschmack zu verleihen und konservierend zu wirken. Keime und Bakterien können sich in kohlensäurereichen Wässern weniger schnell vermehren. Ein weiterer, aus Sicht der Abfüller erfreulicher Effekt ist die Überdeckung anderer Geschmackselemente im Wasser. So schmeckt zum Beispiel ein hoher Anteil an Calcium nicht wie sonst stark bitter hervor, auch der typische Eisengeschmack bestimmter Wässer wird unterdrückt. Es kann also guten Gewissens zugeschlagen werden: Kohlensäure hat allenfalls leichte positive, aber mit Sicherheit keine negativen Effekte auf den Konsumenten.