DiätdrinkDiätdrinks liegen im Trend. Kein Wunder: Warum sich auch mühsam mit einer knallharten Diät auseinandersetzen, wenn man einfach ein, zwei Drinks am Tag zu sich nehmen und das Hungergefühl unterdrücken kann? Typische Diätdrinks enthalten 400 Kilokalorien oder noch höhere Brennwerte und sind zusätzlich die essentiell wichtigen Vitamine, Mineralien und andere Zusatzstoffe angereichert. Damit ersetzen sie komplette Mahlzeiten und erfordern nur die Disziplin, nicht zusätzlich zu naschen.

Risiko: Nicht für die dauerhafte Anwendung gedacht

Doch genau da liegt das Risiko: Die Drinks sind häufig auf ein schnelles Abnehmen in kurzer Zeit ausgerichtet und entsprechend nicht geeignet, über längere Zeit eingenommen zu werden. Viele Menschen vergessen das jedoch und wollen die vermeintlichen Wunderwaffen auch nach dem Erreichen des Zielgewichtes weiter nutzen. In Internetforen gibt es sogar Anleitungen, mit welchem Ernährungsplan man Diätdrinks ergänzen könne, um nicht weiter abzunehmen und damit das gewonnene Gewicht zu halten.

Gesundheitliche Gefahren

Doch dazu müsste man den Ernährungsplan schon sehr genau auf de spezifischen Inhaltsstoffe des Drinks abstimmen – was nur ein Mediziner kann. So gibt es beispielsweise Drinks, welche auf einen starken Eiweiß-Mangel bei gleichzeitigem Sättigungsgefühl setzen. Doch Eiweiß-Mangel lässt nicht nur die Pfunde purzeln, sondern auch Muskeln verkümmern und erzeugt Herz- und Nierenleiden. Solche Drinks sollten daher stets nur über kurze Zeit genommen werden, ehe man zu einer generell schlankeren Ernährung übergeht. Ein gesundes Abnehmen ohne Ernährungsumstellung bleibt Illusion.

Gerade die Promi-Getränke haben teils umstrittene Inhaltsstoffe

Hinzu kommt, dass die Inhaltsstoffe manchen Diätdrinks selbst bei kurzer Anwendung skeptisch zu sehen sind. Dies gilt insbesondere für sogenannte Promi-Drinks, die meist aus den USA kommen und von dortigen Stars als Wunderwaffe angepriesen werden. So gibt es Mittel, die zusätzlich auf Appetitzügler setzen, die zumindest im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen. Auch schmerzhafte Verstopfungen und sogar Haarausfall sind als Nebenwirkungen der angeblich besonders erfolgreichen Diätdrinks berichtet worden.

Panikmache überflüssig: Für die kurzfristige Anwendung durchaus sinnvoll

Nun wird in diesem Bereich auch viel Panikmache betrieben – nicht jedes Mittel ist schlecht, und sinnvoll mit leichter Ernährung kombiniert kann eben auch eine Diät unterstützt werden. Man sollte sich jedoch stets an die maximalen Einnahmezeiten halten und gegebenenfalls den Hausarzt befragen. Vorsicht ist jedoch bei Mitteln geboten, die übernatürlich große Gewichtsverluste in kurzer Zeit anpreisen: 5 bis 10 Kilogramm Gewicht kann niemand auf gesunde Weise in nur ein bis zwei Wochen verlieren.