coca-cola_classicWohl kaum ein anderes Getränk wird so sehr mit dem westlichen Lebensstil verbunden wie Cola. Die Flaschen, insbesondere der beiden Marktführer Coca-Cola und Pepsi-Cola, dürften in nahezu allen hiesigen Haushalten zumindest gelegentlich auftauchen. Einhergehend mit der gewaltigen Popularität der Kultbrause gibt es aber auch immer wieder Vorwürfe, das Getränk wäre für Kinder und Jugendliche nicht geeignet und in großen Mengen sogar für Erwachsene schädlich. Was ist dran an der Kritik?

Rezepturen sind geheim

Die letztendliche Rezeptur der meisten Cola-Sorten, insbesondere der Marktführer Coca-Cola und Pepsi-Cola, ist bis heute geheim, weshalb sich zahlreiche Mythen um die Inhaltsstoffe und damit auch gesundheitlichen Wirkungen der Brause ranken. Doch dies gilt eigentlich nur für bestimmte geschmacksbildende Stoffe, die Grundrezeptur ist durchaus bekannt. Tatsache ist, dass Cola in der Regel Koffein und Phosphorsäure, vor allem aber Kohlensäure und Zucker enthält. Die charakteristische dunkle Farbe stammt vom Zusatzstoff Zuckerkulör.

Das Zusammenwirken zweier Stoffe ist problematisch

Insbesondere die Inhaltsstoffe Phosphorsäure und Zucker gelten hierbei als ungesunde Bestandteile. Hierbei ist weniger der Zuckeranteil schädlich – der auch in 100 Prozent Fruchtsaft ähnlich hoch liegt – als das Zusammenwirken der beiden Stoffe. Denn Phosphorsäure greift aggressiv den Zahnschmelz an, der Zucker setzt sich in diese „Wunden“ und verursacht dann Karies. Besonders bei Kindern mit ihrem weniger widerstandsfähigen Schmelz kann exzessiver Cola-Genuss also üble Folgen haben. Das Putzen direkt nach dem Verzehr ist übrigens kontraproduktiv: Der aufgeweichte Zahnschmelz wird so nur noch mehr geschädigt.

Studien zeigen durchaus gesundheitliche Schäden

Darüber hinaus ist das in der Säure enthaltene Phosphat ein Hemmer für die Aufnahme von Calcium und kann daher besonders bei Frauen zu Osteoporose führen. Auch bei Jugendlichen wird ein gesunder Knochenaufbau damit behindert. Weitere Studien scheinen zudem zu belegen, dass Cola-Konsum zu Kaliummangel und damit zu Müdigkeit und Muskellähmungen bis hin zu Herzrhythmusstörungen führen kann. Die in diesem Absatz genannten Wirkungen sind aber erst bei exzessiven Konsum von mehreren Flaschen pro Tag zu erwarten.

Kann Cola den Magen auflösen?

Die häufig geäußerte Annahme, wonach die Phosphorsäure generell schädlich sei, da selbst geringe Mengen den Magen schädigten, gehört dagegen ins Reich der Mythen verwiesen. Cola kann zwar Fleischfasern ablösen, unser Magen ist jedoch durch eine erheblich widerstandsfähigere Schleimhaut geschützt. Zudem ist die dort befindliche Magensäure noch um einiges saurer als Phosphorsäure – wir müssten uns demnach also selbst auflösen, was natürlich nicht der Fall ist.