Foto: flickr.com/ Jan (Rosember)

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Vitaminpräparate, Pflanzenextrakte und Anti-Aging-Mittel – die Branche der frei verkäuflichen Nahrungsergänzungsmittel boomt. Das Fatale daran: Viele Menschen schlucken fleißig die Pillen und Pulverchen ohne sich über deren mögliche Auswirkungen bewusst zu sein. Denn anders als bei Arzneimitteln müssen bei den als Lebensmittel vertriebenen Nahrungsergänzungsmitteln keine Angaben zu Risiken und Nebenwirkungen gemacht werden. Falsch dosierte und womöglich in Kombination mit Medikamenten eingenommene Präparate können für den Körper gefährlich werden, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Fehlende gesetzlich festgelegte Höchstmengen

Ein großes Problem ist laut der Verbraucherzentrale das Fehlen von gesetzlich festgeschriebenen Höchstmengen. Auf Risiken, die durch Überdosierung oder Wechselwirkung mit anderen Medikamenten entstehen können, werde kaum hingewiesen. Dabei könne es schnell passieren, dass man die Grenze zwischen gut und giftig überschreitet. Als Beispiel führt die Verbraucherzentrale die Folgen einer Überdosierung des Mineralstoffes Selen an: Probanden, die über einen längeren Zeitraum 200 Mikrogramm des als antioxidativ beworbenen Wirkstoffs schluckten, verdreifachten ihr Risiko an Diabtetes zu erkranken. Pro Tag benötigt ein Erwachsener 30 bis 70 Mikrogramm Selen, die ganz einfach aus Lebensmitteln wie Eidotter, Hühnerfleisch, Vollkorngetreide und Fisch bezogen werden können. Ähnlich sei es mit Ginkgo-Extrakten, hochdosierten Knoblauchprodukten und Omega-3-Fettsäuren. Vor allem zusammen geschluckt können sie das Risiko für innere Blutungen erhöhen, was besonders im Falle einer Operation oder eines Unfalls gefährlich werden kann.

Den Bedarf durch ausgewogene Ernährung decken

Einmal mehr weist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen darauf hin, dass der tägliche Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen ohne Umstände durch eine ausgewogene Ernährung gedeckt werden kann. Wer ausreichend Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, fettarme Milchprodukte, hochwertige Pflanzenöle, Fisch, Eier und Nüsse in seinem Speiseplan unterbringt, ist gut versorgt. Teure Nahrungsergänzungsmittel, die womöglich noch der Gesundheit schaden, sind also vollkommen überflüssig. Wer sich unsicher ist, ob er ausreichend versorgt ist, sollte vor einer überstürzten Einnahme einen Arzt oder eine Ernährungsfachkraft konsultieren.

von Stefanie

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