Ratgeber Video-on-Demand-AnbieterLäuft nichts Gescheites im Fernsehen, lohnt der Gang zur Videothek. Deutlich bequemer ist es natürlich, auf dem Sofa liegen zu bleiben und den gewünschten Titel per Knopfdruck aus dem Internet zu laden. Genau das versprechen Video-on-Demand-Anbieter. Doch was leisten die virtuellen Videotheken tatsächlich?

Der Zuschauer entscheidet

Videos aus dem Netz sind beliebt, denn immer mehr Zuschauer wollen selbst entscheiden, welcher Inhalt zu welcher Zeit auf dem Programm steht. Neben Videoportalen wie YouTube und Vimeo, die freie Inhalte in SD- und HD-Qualität anbieten, gibt es diverse Video-on-Demand-Dienste wie Maxdome, Amazon, iTunes und Netflix, die Kinofilme gegen bare Münze zu ihren Kunden streamen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Man muss nicht zur Videothek fahren und mit vergriffenen Titeln leben, auch die fristgerechte Rückgabe entfällt. Hat man sich entschieden und die Datei geladen, dann steht der Titel für einen begrenzten Zeitraum - üblicherweise 48 Stunden, seltener 24 Stunden - zum Abspielen bereit. Ist der Zeitraum verstrichen, erlischt die Lizenz. Filme in SD-Qualität gibt es ab 99 Cent, die Konditionen für HD-Videos liegen zwischen vier und sechs Euro. Meist kann man gegen eine monatliche Pauschale eine Flatrate für Filme und Serien bestellen, oft - etwa bei Watchever und Netflix - wird nur eine Flatrate angeboten. Streamen kann man die Inhalte nicht nur mit Computern, sondern auch mit netzwerkfähigen Blu-ray-Playern, TV-Receivern, Fernsehern, Spielekonsolen, Multimedia-Playern, Tablets und Smartphones.

Wiedergabequalität und Angebot

Ob nun Computer oder Unterhaltungselektronik: Wer Videos aus dem Netz laden will, braucht einen Breitbandanschluss. Vor allem in ländlichen Gebieten mit langsamen Verbindungen kann sich der Start eines Films verzögern, im schlimmsten Fall muss man mit Rucklern oder Aussetzern bei der Wiedergabe leben. Meist stimmt die Qualität der HD-Bilder, auch wenn sie nicht ganz das Niveau einer Blu-ray erreicht. Auch UHD-Inhalte sind mittlerweile erhältlich. Bisweilen bleiben 5.1-Signale, originale Tonspuren, alternative Sprachfassungen, geschnittene Szenen und Interviews außen vor. Grundsätzlich kann das Angebot überzeugen, denn Filme und Serien gibt es einige. Trotzdem sollte man bedenken: In den Video-on-Demand-Portalen findet man nicht immer alle Titel, die beim Filmverleih ums Eck und zum Teil auch bei Online-Videotheken wie LoveFilm (heißt jetzt Prime Video) oder VideoBuster selbstverständlich sind. Neue Filme, die in klassischen Videotheken sehr lange in den Regalen stehen, werden nach einigen Wochen entfernt und tauchen erst nach geraumer Zeit wieder auf. Schuld sind Produktionsstudios, die befürchten, dass die Verschlüsselung gebrochen und der Film unerlaubt mitgeschnitten wird.

von

Jens Claaßen

Fachredakteur im Ressort Audio, Video und Foto - bei Testberichte.de seit 2008.

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