Motorradstiefel: Halten Motorradstiefel auch bei Regen dicht?

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Motorradstiefel Test Auch wenn im Kalender offiziell Sommer verzeichnet ist, muss in Deutschland trotzdem häufig mit Regen gerechnet werden. Die Zeitschrift „Motorrad News“ hat deshalb elf Motorradstiefel unterschiedlicher Preisklassen auf ihre allumfassende Sommer-Tauglichkeit hin getestet. Fazit: Nicht alle überstanden den Regentest bravourös und auch in der Verarbeitung sind Unterschiede festzustellen. Gravierende Ausfälle gab es jedoch im Test nicht.

Getestet wurden der Tragekomfort beim Schalten, Bremsen und Gehen. Hinterließ der Schuh Druckstellen, wurde dies mit Punktabzug geahndet. Weitere Testkriterien waren die Verarbeitung sowie die Wasserfestigkeit. Dabei mauserten sich gleich drei Stiefel zum Tipp der Redaktion: Der Difi Trial AX, ein Allround-Stiefel, zeigte sich vollkommen regendicht, ist mit seinem Innenfutter sehr bequem und erreichte daher als einziger 18 Punkte. Je einen Punkt weniger gelang dem Germas Touring sowie dem Vanucci VTB1, ersterer ein Tourenstiefel, letzterer ein sportlicher, absolut dichter Stiefel im Racer-Look mit Karboneinsätzen. Der Germas legte zwar einige kleinere Schwächen bei Regen und im Komfort an den Tag. Aufgrund seines günstigen Preises wurde der Stiefel für alle Disziplinen trotzdem hoch bewertet.

Der relativ weite, zur Instabilität führende Knöchelbereich kostete dem ansonsten gut verarbeiteten, wasserdichten und günstigen Büse Hi-Touring eine bessere Platzierung. Beim Held Stanley wiederum zog das Außenmaterial leider Wasser. Trotzdem qualifizierten ihn die Tester als soliden Stiefel im mittleren Preissegment um die 150 Euro. Schade ist es deshalb auch, dass der IXS GTX mit 200 Euro sich preislich im oberen Bereich einsortiert. Wer jedoch den Betrag hinblättert, erhält einen luftigen, komfortablen Stiefel zum „glücklich“ sein („Motorrad News“). Endurofahrer wiederum können bei Regentagen getrost zum Pharao PT-P greifen. Und selbst der mit 99 Euro günstigste Stiefel im Test, der HG Air XCR, hat seine Vorzüge: Der größtenteils aus Textil bestehende Stiefel war das komfortabelste Modell, nur leider nicht 100 Prozent dicht. Dafür enttäuschte der zweite 99-Euro-Stiefel, der Kochmann Monaco, etwas wegen seiner Instabilität und des wasseraufnehmenden Außenmaterials.

Aber auch der wasserdichteste Motorradstiefel wird bei intensivem Einsatz mit der Zeit undicht. Es ist daher sinnvoll, ihn ab und an zu Hause unterm Wasserhahn zu testen – damit man bei der Ausfahrt keine unangenehmen Überraschungen erlebt. Die vollständigen Testergebnisse finden Sie im Überblick hier.

Autor: Wolfgang