Motorroller: Sechs Scooter der 50er-Klasse

  • Gefiltert nach:
  • Allgemein wenig Spritzigkeit
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Scooter und SportSommerzeit, Scooter-Zeit – weswegen die Zeitschrift „Scooter & Sport“ sechs potenzielle Modelle aus der 50ccm-Klasse getestet hat. Darunter waren der mit vielen praktischen und schönen Details versehene CPI Power Aragon 50 GP, der solide Allrounder Sym Jet Sport X 50 und der Peugeot-Scooter New Vivacity 50, der viel Stauraum bietet. Neben diesen Zweitaktern waren auch zwei der im Verbrauch sparsameren Viertakter am Test beteiligt, darunter der moderat sportliche Kymco Super 8 50. „Scooter & Sport“ listet die Vor- und gegebenenfalls auch Nachteile der einzelnen Modelle auf.

Quirliger und sportlicher, schneller am Berg wie an der Ampel, dafür aber auch durstiger, lauter und vor allem etwas geruchsintensiver sind die Zweitakter im Vergleich zu Scootern mit Viertakt-Motoren, die aber immer mehr in das Segment der 50er Mittelklasse eindringen. Rund 1.600 Euro sind für ein Exemplar der im Test vertreten sechs Scooter fällig, mit einer Ausnahme. Der Piaggio TPH 50 schrammt knapp an der 2.000-Euro-Marke vorbei.

Pimp my Scooter – aber bitte schon ab Werk. Mit diesem Customizing-Konzept versucht der CPI Power Aragon 50 GP, das Interesse der Kunde auf sich zu ziehen. Und die Liste der von schick über nützlich bis zu schön reichenden Detaillösungen umfasst Frontscheinwerfer wie bei einem Superbike, LED-Blinker, Wave-Bremsscheiben und ein „rassiges Sportlercockpit“ - und dies alles zum Preis von 1.600 Euro. Der Scooter ist für Fahrer, die nicht über die Durchschnittsgröße hinausgeschossen sind, optimal, zumal auch der Motor des Scooters keinerlei Probleme bereitet und sparsam ist. Sicherlich ein Highlight: der rostfreie Edelstahlauspuff.

Sportlichkeit kombiniert mit Alltagstauglichkeit auf dieses Rezept setzt wiederum der Sym Jet Sport X 50. Wobei die Sportlichkeit viel mit der Optik, aber genau besehen weniger mit der Fahrleistung zu tun hat. Sein Terrain sind nämlich nicht flotte Kurvenfahrten – dies verhindern die „holzigen Serienreifen“ – sondern auf Handlichkeit und Komfort. Die Sitzposition sei gelungen, zumindest für Personen bis 1,85 Meter, komfortabler Telegabel, Klapprasten für Beifahrer und vor allem sehr guten und dosierbaren Bremsen. Ruhe strahle der Sym Jet Sport X 50 aus, so „Scooter & Sport“, und lediglich die dürftige Zuladung (152 Kilogramm), das „harzige“ Aufbocken und der geringe Stauraum stießen auf Kritik. Letzteres zumindest trifft auf den Peugeot-Scooter New Vivacity nicht zu. Er präsentierte sich als geräumigster Allrounder im Test, der bereitwillig einen Integral- wie einen flachen Jethelm gleichzeitig schluckt. Der reichlich Leistung bietende Scooter machte an der Ampel und am Berg eine gute Figur, und dies mit einem moderaten Verbrauch – mit Ausnahme des hohen Motorölverbrauchs. Dazu ist die Sitzbank groß genug für zwei Personen, und auch kleinere Fahrer unter 1,80 dürften sich, so „Scooter & Sport“, auf dem Peugeot wohl fühlen. Kurzum: Ein flotter Alltrounder.

Von den zwei Viertaktern im Test machte besonders der Kymco Super 8 50 einen guten, will heißen: leidlich sportlichen Eindruck. Denn die Viertakter sind den Zweitaktern am Berg wie an der Ampel doch etwas unterlegen, zumindest was die Spritzigkeit betrifft. Als Ersatz erhält man einen laufruhigen, „schnurrenden“ Viertakt-Motor, der sehr genügsam ist und auch nur alle 5.000 Kilometer zur Kontrolle muss. Der große Abstand zwischen Trittbrett und Sitzbank erlaube eine komfortable Sitzposition, und der Beifahrer darf sich über Extrarasten freuen. Über dem Durchschnitt funktionierten insbesondere die Bremsen, Kritik gab es dagegen für die Federelemente und den fehlenden Stauraum.

Die Testfazits aller sechs Scooter finden Siei im Überblick hier – darunter auch die des hier nicht erwähnten Kymco Agility City 50.

Autor: Wolfgang