Motorroller: Schick, nett und fröhlich

  • Gefiltert nach:
  • Schick, nett und fröhlich
  • Alle Filter aufheben

scooterAls „Schnuckelscooter“ bezeichnet sie die Zeitschrift „Scooter & Sport“, die drei Viertakter mit 50 Kubik, die für die Zeitschrift zum Test angetreten waren – und zur Beantwortung der Frage, ob sie eine Alternative zu einem Vespa LX sind, den die drei Testkandidaten im Preis mehr als deutlich schlagen. Testsieger wurde der SYM Mio 50, der sich in der Motorenwertung ganz klar gegen die Konkurrenten durchsetzen konnte und auch bei den anderen Testkriterien öfter die besseren Argumente bietet. Er ist allerdings der „teuerste“ des Trios, weswegen der Sachs Bikes Bee 50 sowie der Enmoto Tauris Brio 50 Vespa-Alternativen bei einem kleinem Budget sind.

Statt 2.849 Euro, die für den Vespa LX fällig werden, locken die drei Testkandidaten mit Preisen zwischen 1.090 Euro (Enmoto Tauris Brio 50) und 1.639 Euro (SYM Mio 50) – gewichtige Argumente, wenn das Geld nicht so locker sitzt. Dazu bieten alle drei einen leisen, Nachbarn-freundlichen Viertaktmotor und sind auch im Betrieb mit drei bis dreieinhalb Litern recht genügsam – wenn auch nicht rekordverdächtig. Bei allen drei Retro-50ern zeigte, wie es im Testbericht heißt, der Daumen der Tester nach den Probefahrten nach oben. Doch es gibt Unterschiede.

Beziehungsweise zuerst einmal kaum Unterschiede in puncto Ergonomie. Alle drei sind sie nicht für große Personen gebaut, der Mio genügt sogar nur Ansprüchen bis zu einer Körpergröße von 1,70 Metern, und auch die Beifahrer sollten weder in die Breite noch in die Höhe gehen. Hinsichtlich ihrer einfachen Handhabung unterscheidet sich das Trios auch nicht sonderlich. Erst beim Motor trennte sich die Spreu vom Weizen. Der Sym Mio setzte sich hier mit dem besten Motor, der sogar mit dem allerneuesten Piaggio-Vierventiler in Vespa S/LX konkurrieren können, klar von den beiden anderen Scootern ab, die merklich langsamer unterwegs waren. Der Sym legte auch aus dem Stand flott los, während Sachs und Tauris jeweils eine Anfahrtsschwäche an den Tag legten.

Und der Sym Mio sammelte auch im weiteren Testverlauf noch zusätzliche Pluspunkte ein. Erwähnenswert sind zum Beispiel seine Maxxis-Reifen, auf denen er auch im regen Grip zeigte, sowie als einziger ein brauchbares Helmfach – die Konkurrenten lassen maximal einen flachen Jethelm zu, während in den Mio sogar ein Integralhelm passt. Der Roller konnte auch die Fahrwerkswertung für sich entscheiden, wobei keiner der drei sich hier mit Ruhm bekleckerte. Besonders in puncto Federung lassen sie viele Wünsche offen, Sachs und Tauris haben nur durchschnittliche Bremsen, und bei zackigen Manövern reagieren alle drei tendenziell unruhig.

Unterm Strich jedoch bewiesen alle drei, dass sie nicht nur preislich eine Alternative zu einer Vespa sein können – wobei der Sachs Bikes Bee 50 sowie der Enmoto Tauris Brio 50 vor allem mit dem Preis, der Sym Mio 50 aber auch mit seinem Motor stichhaltige Argumente für sich reklamieren kann. Nachzulesen ist das Testergebnis in den Testfazits.

Autor: Wolfgang