Motorroller: Günstiger Taiwanese hält mit Honda mit

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Die Zeitschrift ''Scooter & Sport'' vergleicht im Test zwei Motorroller mit 300 Kubik Hubraum: Den sehr populären aber teuren Honda SH 300i und den preisgünstigen Taiwanesen SYM CityCom 300i. Die Testredakteure stellten sich die Frage, ob der SYM CityCom dem absolut etablierten Honda das Wasser reichen könne oder sogar der bessere Kauf sei. Fazit: In einigen Belangen ist der CityCom tatsächlich vorteilhafter, auch wenn in puncto Motor der Honda immer noch ''die Referenz bei den 300ern'' sei.

Wenn man alle Extras und versteckte Kosten mit einberechnet, dann kostet der Honda SH 300i tatsächlich etwa 1.500 Euro mehr als der Scooter von SYM. Auch beim Benzinverbrauch ist CityCom günstiger: Er benötigte etwa 3,8 Liter, während Honda 4,4 Liter auf 100 Kilometer schluckte. Dafür muss er alle 4000 Kilometer zur Durchsicht, während man auf dem Honda SH 6000 Kilometer ohne Kontrolle fahren kann. Dem Honda voraus ist der CityCom in puncto Wetter- und Windschutz. Durch die serienmäßig eingebaute Windschutzscheibe aber auch die Handschützer kühlt der Fahrer weit weniger aus als auf dem SH300i. Praktisch ist auch die Diebstahlsicherung von SYM. Ein zweiter ''Killschalter'' unterbricht die Zündung, wenn jemand diese kurzschließt. Der SH dagegen steht sicherer auf seinem Seitenständer und ''springt fast von selbst auf den Hauptständer'', so der Testredakteur. CityCom irritierte die Fahrer mit seinen Anzeigen und der Tankpistole. Diese reagierte auf Benzinspritzer und unterbrach ständig das Volltanken, weil der Tank vermeintlich voll war. Und die Kühltemperatur zeigte stets denselben Wert.

Der Honda SH300i ist, wie gesagt, das Referenzmodell, was den Motor anbelangt. Dieser schnurrte ''seidenweich'' und die Kupplung reagierte ''butterweich'', so das Urteil des Testfahrers. Aber auch der SYM lief sehr ruhig und beschleunigte ''flott''. Zudem blieb sein Lenker stets ruhig – selbst wenn der Fahrer bei 50 km/h den Lenker losließ. Der schmale Lenker von Honda hingegen wies deutliches Lenkerflattern auf. Der Test des Fahrwerks fiel unentschieden aus. Auf holprigen Pisten ''keilte'' der SH hinten aus und auch die Front reagierte beim Gasgeben ''unpräzise''. Der CityCom ist zwar hinten besser gefedert, dafür schwang er bei Bodenwellen aus.

In puncto Verarbeitung nehmen sich beide Scooter gar nichts. Positiv fällt jedoch am CityCom auf, das er mehr Stauraum bietet und als einziger Roller sogar einen Integralhelm mitnehmen kann.

Hier finden Sie beide Roller im Test in einer Übersicht mit dem jeweiligen Fazit des Tests.

Autor: Anne K.