Motorroller: Fast ohne Schwächen - 15 aktuelle Modelle im Vergleich

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MotorrolerKeiner der vom ADAC getesteten Motorroller leistete sich, wie das Magazin „ADAC Motorwelt“ berichtet, eine außergewöhnliche Schwäche während der Tests. Die Modelle überzeugten vor allem durch ihre Wirtschaftlichkeit, die sie zu einer guten Alternative zu einem Auto machen. Bei den Leichtkraftrollern bis 125 cm³ setzte sich der Honda S-Wing 125 ABS knapp vor dem Peugeot-Scooter Satelis 125 ABS sowie dem Yamaha X-max 125 durch. Unter den Kraftrollern über 125 cm³ wiederum wurde der Yamaha T-max 500 ABS Testsieger.

Im Großen und Ganzen verlief der Test sehr erfreulich ab, was auch an der außergewöhnlich unproblematischen Handhabung der Motorroller liegt. „Aufsitzen und losfahren“ - und das Automatikgetriebe erleichtere das Fahren ungemein, so der ADAC. In Zeiten steigender Spritpreise und knapper werdender Parkplätze in den Innenstädten, ganz zu schweigen von den täglichen Staus, satteln deshalb immer mehr Autofahrer im Stadt- und Berufsverkehr auf einen Roller um. 2008 wurden 18 Prozent mehr Roller zugelassen als noch im Vorjahr.

Generell gilt, dass die Motorroller in der Regel wenig Sprit verbrauchen – der Spritsparmeister Honda Lead 110 begnügte sich mit 2,6 Litern, und bei den Kraftrollern lagen nur der Kymco Xciting 500i R ABS sowie der Suzuki Burgmann 650A Ececutive über der 5-Liter-Marke. Als geradezu vorbildlich sparsam zeigte sich der Honda SH 300i ABS. Der Motorroller belegte unter anderem deshalb auch zurecht den zweiten Platz hinter dem Testsieger Yamaha T-max 500 ABS. Beide Roller punkteten auch durch ihr ABS-System, das ihnen ausgezeichnete Verzögerungswerte bescherte. Roller ohne ABS blieben – mit Ausnahme des Suzuki Sixteen 125 – deutlich hinter den ABS-Modellen zurück.

Trotz des erfreulichen Gesamtbildes konnten sich im Test von „ADAC Motorwelt“ in der jeweiligen Klasse einige Roller von der Konkurrenz etwas absetzen. Sparsam, mit zupackenden (ABS-)Bremsen sowie mit dem besten Fahrkomfort ausgestattet, machte der Honda S-Wing 125 ABS bei den Leichtkraftrollern das Rennen. Hinter dem inner- wie außerorts einsetzbaren Allrounder belegten der Peugeot-Scooter Satelis 125 ABS sowie der Yamaha X-max 125 mit nur einer Zehntelnote Abstand den zweiten Platz. Der für einen 125er etwas lang geratene Peugeot war zwar relativ durstig, ist aber sehr gut ausgestattet und dank Wetterschutz auch sehr gut außerorts einsetzbar. Der Yamaha wiederum, ein Stadt- und Landflitzer par excellence, hat außer den obligatorisch guten ABS-Bremsen sowie einem stabilen Fahrwerk auch besonders viel Stauraum zu bieten.

„Muskulöser Sportler“: So charakterisiert „ADAC Motorwelt“ den Testsieger unter den Kraftrollern, den Yamaha T-max 500 ABS. Der Tourensportler verfüge über einen „harmonischen und kräftigen“ Motor und biete insbesondere für den Mitfahrer geräumige Platzverhältnisse. Allerdings erkauft man sich die Leistung des Rollers mit einem relativ hohen Spritverbrauch und hohen Unterhaltskosten. Gleich drei Roller wiederum sortierten sich, ebenfalls wieder nur um eine Zehntelnote getrennt, unmittelbar hinter ihm ein hinter: Die bereits erwähnten Honda SH 300i und Suzuki Burgman 650 A sowie der Peugeot Geopolis 400 ABS. Die drei Roller bedienen unterschiedliche Fahr- beziehungsweise Fahrerprofile. Während der Honda von „ADAC Motorwelt“ als „flinker Tausendsassa“ eingeschätzt wird, der zudem mit dem saubersten und sparsamsten Motor überzeugte, nimmt der Peugeot die Rolle des „eleganten Sprinters“ ein, der sich insbesondere auf breiteren Geläufen in Großstädten wohl fühlt. Der – wie gesagt – leider etwas durstige Suzuki wiederum mimt die Rolle des opulent ausgestatteten „Maxi-Reisedampfers“, der sowohl im Solo- wie Soziusbetrieb die besten Touring-Qualitäten an den Tag legte.

Autor: Wolfgang