Einen besonders umfassenden Test hat die Zeitschrift ''Motorrad'' mit der Yamaha Motor YZF-R 1
gemacht. Sie fuhr mehr als 50.000 Kilometern mit den Testredakteuren und musste auch die eine oder andere Runde auf der Rennstrecke absolvieren. Das Ergebnis nach einer so langen Testphase: Der Verschleiß der einzelnen Teile hielt sich sehr in Grenzen und alle Fahrer waren durch die Bank mit der R 1 sehr zufrieden.

Natürlich treten immer auch Dinge auf, die weniger gefallen. Bei der Yamaha Motor YZF-R 1 ist es beispielsweise die Auspuffanlage, die unter dem Sitz entlang führt. Durch sie sitzt der Fahrer im Sommer wie im Winter auf einem ''heißen Stuhl''. Ansonsten gab es grundsätzlich kaum etwas zu bemängeln – nicht einmal eine schlechte Sitzposition oder schlechte Sicht in die Rückspiegel, wie es bei Sportmotorrädern oft vorzufinden ist. Die YZF-R 1 erwies sich als extrem zuverlässiges Motorrad: Sie hatte keinerlei Aussetzer in der gesamten Zeit. Sie verhielt sich sowohl akustisch als auch mechanisch sehr unauffällig. Leider wurden Kupplung und Getriebe mit der Zeit immer schwergängiger, was vor allem weiblichen Fahrern Probleme bereiten könnte. Der Grund liegt vermutlich in der Abnutzung des Kupplungszugs. Nach den 50.000 absolvierten Kilometern war die Leistungsfähigkeit des Motors kaum herab gesetzt. Nur die Nockenwelle wies ein wenig Verschleiß auf. Warum das so war, blieb den Testfahrern ein Rätsel. Die Bremsscheiben mussten in einem normalen Zyklus gewechselt werden; der Kettensatz hielt besonders lange durch: Erst nach 35.000 Kilometern musste er erneuert werden. Die Verarbeitung und der Lack der Yamaha waren nach 50.000 Kilometern so gut wie eh und je. Die Maschine verbrauchte im Durchschnitt 6,8 Liter auf 100 Kilometer.

Autor: Anne K.