Fahrzeugbatterie-Ladegeräte: Voll im Saft

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Die Zeitschrift „Tourenfahrer“ hat vierzehn Ladegeräte für Motorrad-Batterien einem sorgfältigen Test unterzogen. Zur Prüfung standen fünf preiswerte Steckerladegeräte sowie neun Kabelladegeräte an. Unter den Steckerladegeräten erhielt das Novitec Chargizi 1 die Auszeichnung „Preis-Tipp“, ein Modell nur eine „ausreichende“ Bewertung. Die „Empfehlung“ der Redaktion ging aber an das Kabelladegerät Ctek Multi XS 3600.

Nach der langen Winterpause kann es durchaus vorkommen, dass die Batterie des Bikes so schwach geworden ist, dass der Saft nur noch zu Stottergeräuschen beim Starter reicht. Der Griff zu einem Ladegerät sollte aber, wie „Tourenfahrer“ betont, mit Bedacht gewählt sein. Mehr als zehn Prozent der Kapazität der Batterie sollte das Ladegerät nicht leisten, und die „mimosenhaften“ Batterien nicht zu beschädigen. Bei den meisten Ladegeräten liegt die Leistung sogar nur bei 0,8 Ampere anstelle der (für 12 Ampere-Batterien) möglichen 1,2 Ampere.

Im Test waren Modelle aus zwei Kategorien am Start. Die kompakten, zusammen mit dem Stecker eine Einheit bildenden Steckerladegeräte sind in der Regel sehr preiswert. Von den getesteten fünf Modellen beurteilte „Tourenfahrer“ vier mit der Note „gut“, unter ihnen auch der „Preistipp“ Novitec Chargizi 1. Das mit stabilen Klemmen und einem langen Kabel versehene Ladegerät war mit einem Kaufpreis von rund 23 Euro das zweitgünstigste Modell unter den Testkandidaten. Unschlagbar günstig wiederum ist mit rund 5 Euro das Polo Motorrad Bikers Best Batterieladegerät. Das Gerät erhielt jedoch als einziges der Steckerladegeräte nur die Beurteilung „ausreichend“, da die Spannung am Ende des langwierigen Ladevorgangs zu stark anstieg.

Gleich vier der neun getesteten Kabel-Ladegeräte hingegen beurteilte „Tourenfahrer“ mit der Note „sehr gut“. Es handelt sich um das Ctek XS 800 (12V), das Econ Werkstattausrüstung Optimate IV, das Novitec Telwin T-Charge 12 sowie das Ctek Multi XS 3600. Letzteres erhob die Redaktion zudem zur „Empfehlung“, da es universell einsetzbar ist. Alle vier Modelle boten im Test ein „optimales Ladeverhalten“ mit einer klaren Anzeige des Ladestatus und und sind darüber hinaus wetterfest. Außerdem erkennen alle sulfanierte Bereiche in den Batterien, die keine Ladung mehr aufnehmen, und behandeln diese mit einem speziellen Desulfatierungsprogramm.

Autor: Wolfgang