Caro Möbel Doppelbett Vivien Beliebt: Caro-Möbel Vivien, ein "kleines" Doppelbett von 140 cm Breite, gefertigt aus massivem Kiefernholz und online erhältlich für rund 165 Euro inklusive Mittelsteg und Stützfuß. (Bildquelle: amazon.de)

Betten im Test-Fokus: Seriöse Tests fehlen

An Tests zu Doppelbetten fehlt es, und auch angesichts der enormen Vielfalt scheint der Betten-Kauf eher ein Fall für Individualisten zu sein. Wenn Käufer über ihre Erfahrungen mit Doppelbetten sprechen, meinen sie mit "empfehlenswert" meist Exemplare, die zur ihren persönlichen Bedürfnissen passen. Auf Meinungs-Plattformen sieht das etwa so aus: Wenngleich sie eine „Besucherritze“ haben und der Kuschelfaktor niedriger ausfällt, ist es aus Gründen des Schlafkomforts ratsam, ein Doppelbett mit zwei Einzelmatratzen und Bettrosten respektive Federholzrahmen zu wählen. Dann können Sie die jeweilige Betthälfte besser auf Ihre individuellen Bedürfnisse abstimmen, etwa bei der Matratzenhärte und Zoneneinteilung. Bei stark gewichtsunterschiedlichen Paarschläfern kann es außerdem passieren, dass sich die Matratze einseitig senkt beziehungsweise anhebt und die Unterfederung dadurch ihre Eigenschaften verliert – ganz zu schweigen von der Unruhe des Partners, die dann großflächig spürbar wird und den anderen Schläfer befallen kann.

Betten im Größen-Vergleich: Normmaße und Übergrößen

Einteilige Matratzen empfehlen sich daher nur für Betten bis 140 beziehungsweise 160 Zentimeter Breite, die auch „französische Betten“ oder „Queen Size“ genannt werden. Letztere Bezeichnung stammt aus dem angelsächsischen Raum, woraus sich auch die häufig von den deutschen Normen abweichenden Bettmaße erklären. Ein „Queen Size“-Bett sowie sein größerer Zwilling „King Size“ sollten Sie daher vorzugsweise als System (inklusive Lattenrost und Matratzen) anschaffen, um unfreiwillige Überraschungen zu vermeiden. Standard-Paarschläfergrößen sind Bettgestelle mit 180/200 x 200/200 Zentimeter Breite, sie eignen sich ideal für zwei Norm-Einzelmatratzen. Generell raten Schlafexperten zum geräumigen Bettmaß. Vor allem in der (leider oft vernachlässigten) Länge sollte das Bett die Körperlänge um mindestens 20 Zentimeter überragen, ab einer Körpergröße von 185 Zentimetern werden die Standardmaße daher knapp. Viele Bettgestelle werden allerdings auch in Übergrößen angeboten, die nicht viel teurer kommen als Standardgestelle. Nachfragen lohnt sich also.

Da boomt was: Hohe Bett-Aufbauten lösen niedrige Futons ab

Boxspringbett Atlantic Home Collection Anni Als Doppelbett mit "Komfortliegehöhe" beschreibt Atlantic Home sein Boxspringbett Anni mit ca. 54 cm Liegehöhe. Obermatratze und Unterbau bestehen aus einer Bonellfederkernmatratze, die in der Betten-Branche als stark federnd gehandelt wird. (Bildquelle: amazon.de)

Eine regelrechte Trendumkehr ist bei der Höhe des Bettgestells zu beobachten. Nachdem lange Zeit kniehohe Betten als Inbegriff der Modernität galten – der Klassiker ist hier das Futonbett –, entdecken immer mehr Kunden den Komfort eines höheren Gestells. Dies betrifft nicht allein Senioren, die das bequeme Aufstehen ab 50, 60 Zentimetern Betthöhe zu schätzen wissen. Speziell die aus Amerika stammenden Boxspringbetten werden hierzulande auf breiter Front immer beliebter. Sie besitzen keinen Lattenrost, die eigentliche Matratze liegt stattdessen auf einem (Bonnell-)Federkernsystem auf. Boxspringbetten sind daher bis zu 70 Zentimeter hoch und gelten außerdem als Inbegriff des Liegekomforts. Häufig ist das Gestell zusätzlich dick gepolstert und breiter als üblich, was sie insbesondere für Familien mit Kindern verlockend macht. Bei Spezialmaßen sollten allerdings bedacht werden, dass auch entsprechend große Laken, Auflagen und Topper benötigt werden. Die Betten selbst gibt es fast ausschließlich als „System“, also inklusive Schlafunterlage und ohne die Option, eine eigene Matratze zu wählen.

Die besten Betten: Sind bestimmte Materialien anderen überlegen?

Eine Schneise in das schier überbordende Angebot an Doppelbetten zu schlagen ist an dieser Stelle natürlich unmöglich – der Markt bedient jeden Geschmack und Geldbeutel. Trotzdem gilt es, einige grundlegende Aspekte zu beachten. So sollte bei einem Holzbett der Verwendung von ungiftigen Lacken, Ölen und Wachsen erhöhtes Augenmerk gelten, etwa mit Blick auf das „ÖkoControl“-Siegel. Bei Polsterbetten lohnt sich ein Blick hinter die Kulisse – welches Material steckt unter dem weichen Stoffbezug? Wie ist dieser fixiert – etwa nur angetackert? In Sachen Langzeitqualität überraschen oft Bettgestelle, die nicht geschraubt, sondern nur zusammengesteckt werden müssen und Umzüge besser verkraften. Gibt es das Platzbudget her, kommt ein Gestell mit Seitenablage – etwa zum Einhängen – oder mit Betthaupt infrage. Bei Funktionsbetten mit Stauraumschublade ist auf eine gute Matratzenbelüftung zu achten. Metallbetten schließlich sind zwar in der Regel nicht teuer und bei Budget-sensiblen Kunden sehr beliebt. Je nach Verarbeitung neigen sie jedoch zum Quietschen, was das Eheleben freudlos erscheinen lässt. Als Alternative bieten sich Papp-Bettgestelle an. Ihr unprätentiöses Material mit dem geringen Gewicht stellt geringe Anforderungen ans Budget und ist in Sachen Blickfang nicht minder begünstigt als ein Metallbett.
 

von Wolfgang Rapp

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