Braun Blutdruckmessgeräte: Blutdruckmessgeräte von Braun

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Braun Blutdruckmessgraete

Durch die Geräte von Braun wird auch das Blutdruckmessen der wachsenden Gesundheitskultur des „Activity-Tracking“ nicht mehr lange entgegenstehen. Denn die vollautomatischen Vitalitätssensoren für die Oberarm- oder Handgelenksmessung sind ähnlich wie die Elektrogeräte des Unternehmens ansprechend designt, leicht zu bedienen und – mit wenigen Ausnahmen – mit für Paare geeigneten Speicherplätzen zum Anlegen von Blutdruckprofilen ausgestattet. Dennoch: Es gibt Licht und Schatten im Portfolio, zugeschrieben von der Konkurrenz und einer immer anspruchsvoller werdenden Nutzerschaft.

Oberarm-Messgeräte

Die Oberarmmessgeräte werden vor allem von Nutzern gut angenommen, die den Handgelenkgeräten eine – allenfalls historisch begründbare - geringere Messgenauigkeit unterstellen. Hinzu kommen zwei Manschettengrößen, mindestens halbwegs verlässliche Messwerte bei Wiederholungsmessungen und eine Annäherung der Ausstattungsattribute an große Marken wie Beurer oder Omron. Dazu gehören die WHO-Farbkodierung (Weltgesundheitsorganisation) und die klinische Validierung durch die ESH (Europäische Hypertensionorganisation), gut ablesbare LCD-Displays, bei vereinzelten Geräten auch die Durchschnittswertberechnung. Andererseits liest man von Bedienungsanleitungen in winzigen Schriftgrößen, wenig nutzerfreundlichen Drucktasten oder klobigen Designs, die sich beim Handling und Verstauen als Hindernis erweisen. Arrhythmieanzeigen fehlen genauso häufig wie eine Warnung bei Fehlbewegung und ausreichend Speicherplätze für Paare. Wohl in Konsequenz aus der Übernahme durch Procter & Gamble besitzen die Geräte zum Teil eine angloamerikanische Zeitanzeige im 12-Stunden-Modus mit einem „a“ für vormittags und einem „p“ für nachmittags – statt eines intuitiv erfassbaren „am“ oder „pm“.

Handgelenksmesser

Am Portfolio der Handgelenkgeräte fällt positiv auf, dass sie einen klassischen Bedienfehler vermeiden: Sie lotsen den Nutzer per Sensor in die richtige Messposition mit der Hand in Herzhöhe und vermelden den Zeitpunkt der Messbereitschaft dann durch ein blinkendes Symbol. Der Nutzer erkennt sie an Bezeichnungen wie „EPS“ oder Namenszusätzen wie Sensor Control oder True Scan Plus. Wer nach einfachen Wegen der Langzeit-Dokumentation seiner Druckwerte sucht, wird nur bei einzelnen Geräten fündig. Die wenigsten Modelle verfügen über bis zu 180 Speicherplätze, nur vereinzelt finden sich nützliche Funktionen wie Arrhythmie- und Morgenhochdruck-Erkennung. Dennoch ist man bei Braun technisch auf der Höhe der Zeit, beispielsweise mit einem vernetzbaren Gerät mit PC-Anschluss inklusive Software zur Datenauswertung und -verwaltung. Generell gelten die Geräte als genau, sauber verarbeitet und solide in der Anmutung – und mit ihrer vollautomatischen Messung und individuellen Manschettendruck-Kontrolle unterstützen sie Nutzer, die tägliches Messen bislang für umständlich und zeitraubend halten. Als gehörte es zum Braun-Prinzip, findet sich leider auch hier manche Schattenseite. Teils fehlt die Mittelwertsberechnung, vereinzelt sind die Geräte mit nur 10 Speicherplätzen nicht nachvollziehbar knauserig aufgestellt.

Autor: Sonja