Blutdruckmessgeräte: Doppelte Kontrolle

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Da die kleinen elektronischen Blutdruckmessgeräte schon ab 30 Euro (bei amazon) zu haben sind, sollte jeder, der mit Blutdruckproblemen leben muss, über die Anschaffung eines derartigen Geräts nachdedenken. Leider sind die praktischen Handgelenksgeräte sehr störanfällig und ihre richtige Handhabung erfordert eine gewisse Übung, um einen exakten Wert zu ermitteln. Deshalb gilt die Devise: lieber doppelt messen, als einen falschen Wert ermitteln.

Folgt man den Definitionen der Weltgesundheitsbehörde (WHO), so leidet man arteriellem Hochdruck (Hypertonie) wenn der systolische Wert 140 mmHg und der diastolische 90 mmHg überschreitet. Ausgeschlossen von dieser Aussage sind Schwangere und jene die durch eine bestimmte Erkrankung oder durch Einnahme von Medikamenten einen erhöhten Blutdruck aufweisen können. Auch der gelegentliche Anstieg nach starker körperlicher Anstrengung oder methaler Aufregung zählt nicht zu einem Krankheitsbild. Trotzdem ist die routinemäßige Blutdruckmessung des Hausarztes angebracht, da gerade in den Industrieländern schon ein großer Teil der 25-Jährigen (etwa jeder vierte Mann) das Krankheitsbild der arteriellen Hypertonie aufweist. Die Ursachen der Erkrankung sind vielseitig (Hormonstörungen, Nierenschädigungen, Herzerkrankungen) und einige Faktoren sind wissenschaftlich noch nicht belegt. In Deutschland findet man die höchste Häufigkeit der Erkrankung von ganz Europa (20 Millionen Menschen), was interessanterweise auch auf die Arbeitsgewohnheiten hinweist. Zwei Drittel der Arbeitenden über 44 Jahre weist in unserem Land alle Anzeichen einer arteriellen Hypertonie auf. Die richtige medikamentöse Behandlung scheint jedoch schwierig zu sein, da bei den Männern nur 10 Prozent und bei den Frauen nur 21 Prozent eine richtige Therapie bekamen. Wegen der Folgeschäden, die häufig zum Tode führen, sollte der Besuch beim Facharzt (Internisten) und eine regelmäßige Kontrolle der Blutdruckwerte erfolgen.

Bei der Messung sind Geräte mit Oberarmmanschette denen der Handgelenksmessung vorzuziehen. Diese sind genauer und weniger störanfällig. Zur Messung am Morgen vor dem Aufstehen sollte man diese auf der Bettkante sitzend durchführen und abends vor dem Schlafengehen. Eine entspannte Sitzhaltung mit Auflage des Armes auf der Tischplatte ermöglicht die Ermittlung eines exakten Wertes. Während der Messung sollte man den Arm nicht bewegen und nach Möglichkeit den Unterarm auf einer Tischplatte platzieren. Eine zweifache Messung ist angezeigt, um sicher zu gehen, dass der richtige Wert ermittelt wurde. Diese werden bei den meisten Geräten automatisch gespeichert und halten auch die Pulsfrequenz und etwaige Arrhythmien in einer kleinen Datenbank fest, die dann vom behandelnden Arzt ausgewertet werden kann.

Autor: Christian