Er Verlauf einer oberflächlichen Venenentzündung, auch als Thrombophlebitis bezeichnet, ist fast immer gutartig. Im Gegensatz zur Phlebothrombose, die in den tiefen Venen anzutreffen sind, treten nur selten Komplikationen in Form einer Lungenembolie oder eines postthrombotischen Syndroms auf. In jedem Fall sollte man jedoch bei den bekannten Symptomen wie flächige Rötung um die betroffene Vene, Schwellung und Schmerzen den Hausarzt aufsuchen. Gerade will andere Erkrankungen ähnliche Symptome aufweisen können und eine Phlebothrombose ausgeschlossen werden muss, ist der Arztbesuch unumgänglich.

Ursachen

In den meisten Fällen betrifft die Venenentzündung die oberflächlichen Blutgefäße der Unterschenkel. Eine Entzündung kann durch mechanische Reizung ausgelöst werden, sowie eine Verletzung des Gefäßes mit gleichzeitiger Einschwemmung von Keimen. Die Bildung eines Blutgerinnsels an der Entzündungsstelle kann zum kompletten Verschluss der Vene führen. Typische Ursachen sind Gefäßwandschädgungen, die durch Krampfadern auftreten. Hinzu kommen Gerinnungsstörungen, starker Nikotinkonsum und ein durch hohes Alter gesteigertes Risiko zur Erkrankung. Es kann aber auch zur Venenentzündung am Arm kommen, wenn nach einer Punktion beim Blutabnehmen oder Injektion die verletzte Venenwand nachträglich infiziert wird. Gleichzeitig kann eine vorliegende Phlebothrombose in den tieferen Venen zu einer Thrombophlebitis führen, da die Umgebung von der Entzündung meist mit betroffen ist.

Behandlung

Der behandelnde Arzt wird meist zur Schmerzbekämpfung Aspirin, Ibuprofen oder Diclofenac empfehlen. Bei langwieriger Heilung und ausgedehntem Befund können Gaben von Heparin in Form von subkutanen Injektionen hilfreich sein. Die Wirksamkeit der Heparin-Gels und Salben ist hingegen sehr umstritten. Linderung bringt immer die Kühlung mit sich, ob sie nun von einem Heparin-Gel oder einem Quarkwickel stammt, spielt dabei keine große Rolle – lediglich die Kosten sind sehr unterschiedlich. Wenn es die Diagnose erfordert, kann der Arzt auch den Thrombus durch eine Stichinzision entfernen. Ein späteres Strippen der betroffenen Vene oder des Krampfadersystems ist häufig ratsam. Die erkrankte Person sollte keinesfalls Bettruhe einhalten und sich entsprechend bewegen. Unterstützend können Kompressionsstrümpfe oder Bandagen zum Einsatz kommen.