Von einer Thrombose spricht man, wenn sich ein Blutgerinnsel in einer Vene gebildet hat, wobei meist die Beinvenen betroffen sind – Arterien sind deutlich seltener betroffen. Die Gerinnung des Blutes mit Gerinnselbildung ist eigentlich eine Schutzmaßnahme des Körpers, die bei einer Verletzung in Kraft tritt. Für den venösen Rückfluss des Blutes zum Herzen ist zwar einerseits die Pumpleistung des Herzens verantwortlich, jedoch unterstütz die Muskelkontraktur durch physikalischen Druck auf die Blutgefäße andererseits den Bluttransport und verhindert eine Bildung von Thromben. Menschen mit überwiegend sitzender Tätigkeit oder auf langen Flugreisen sollten ihre Beinmuskulatur passiv bewegen und die Beine ausstrecken, um einer Thrombenbildung aktiv entgegenzuwirken.

Ursachen

Neben den oben genannten Bewegungseinschränkungen kommt auch Bettlägerigkeit als Ursache infrage sowie Krampfadern, die ebenfalls die Fließgeschwindigkeit beeinträchtigen können. Hinzu kommen Beschädigungen der Gefäßwand durch Quetschung und Verletzung, Venenentzündungen, Diabetes mellitus und Veränderungen der Blutzusammensetzung. Letzteres kann bei bestimmten Medikamenten auftreten, die die Gerinnung erhöhen oder auch in der Schwangerschaft und bei starker Dehydration. Als weitere Risikofaktoren werden Rauchen, Übergewicht, Einnahmen von Kontrazeptiva und Herzrhythmusstörungen genannt.

Symptome und Behandlung

Häufig wird eine Thrombose vom Betroffenen gar nicht bemerkt, was das hohe Risiko einer Lungenembolie mit sich trägt. Treten jedoch Schwellung, Wärmegefühl am Unterschenkel auf, liegt eine ausgeprägte Thrombose vor. Meist kommt es zur Rötung und Spannung der Haut, was sogar Blaufärbung erreichen kann. Schmerz und Spannung können durch Hochlagerung gelindert werden. Eine chirurgische Entfernung des Thrombus kommt nur noch selten vor, da man schnell mit Blutgerinnungshemmer die Situation in den Griff bekommen kann. Meist handelt es sich dabei um Heparinpräparate, die das Wachstum des Gerinnsels stoppen können und somit den langsamen Abbau einleiten. Die die Freisetzung der Abbaustoffe ist die Gefahr trotz Einnahme der Gerinnungshemmer für die Neubildung eines Gerinnsels besonders groß. Unterstützend kommen Kompressionsverbände an den Beinen zum Einsatz, und wenn es die Schmerzen zulassen, sollte eine rechtzeitige Mobilisierung eingeleitet werden.